Bennis Welt

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CHDK für die IXUS 300HS auf dem Autobuild-Server

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Seit einer Weile gibt es einen automatischen Build der aktuellen CHDK SVN Version.

Wer CHDK nicht kennt, kann hier nachlesen worum es sich handelt. Kurz zusammengefasst handelt es sich bei CHDK um eine alternative Firmware für Canon Kompaktkameras, die in den Arbeitsspeicher der Kamera geladen wird und dann den Funktionsumfang der Kameras erweitert. Dazu gehört RAW Unterstützung, eine Skriptsprache mit der man die Kamera automatisieren kann und weitere manuelle Einstellungen.

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Written by benniswelt

September 22, 2011 at 09:38

Wie freie Software den Handymarkt revolutioniert

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Seien wir mal ehrlich, wer hätte vor ein paar Jahren gedacht, dass wir im Jahr 2011 auf fast der Hälfte der Smartphones einen Linux Kernel laufen haben und das Betriebssystem bis auf ein paar Kleinigkeiten, wie z.B. Grafiktreiber, nahezu freie Software sein wird? Ich auf jeden Fall nicht. Umso größer ist jedoch meine Freude, zu sehen, dass der Gedanke der freien Software weiter um sich greift und auch noch sehr erfolgreich ist.

An Seiten wie xda-developers sieht man, dass das einen regelrechten Boom an alternativen Firmwares für die Geräte ausgelöst hat, ein Vorteil der offenen Natur von Android. Dabei wird nicht nur das Aussehen verändert, sondern tiefgreifende Veränderungen am Kernel, den Treibern und den Anwendungen werden vorgenommen. Fehler der Hersteller werden ausgebügelt, das Produkt wird aufgewertet, Funktionen ergänzt und erweitert. Bei einem proprietären Entwicklungsmodell wäre der Endkunde auf die fehlerhafte Version des Herstellers und dessen Updatepolitik angewiesen.

Durch dieses Entwicklungsmodell werden auch Firmen wie Samsung oder HTC an die offenen Strukturen herangeführt und können sich an den offenen Umgang und die Upstream-Entwicklung direkt im Linuxkernel gewöhnen, was allen Kunden dieser Firmen zugute kommt, da sie von Anfang an ein solides Fundament nutzen können, welches Linux bietet.

Ich merke das an meinem Samsung i5800, bei mir läuft mittlerweile ein Kernel, der das Gerät von seinen ursprünglich 667MHz auf 1400MHz übertakten kann, mit den Voodoo Soundtreibern wird der Highend Audio-Chip im Gerät richtig angesteuert und die Soundqualität drastisch aufgewertet, durch eine sogenannte Aftermarket-Firmware für Smartphones komme ich durch eine in der Entwicklung befindlichen Version von CyanogenMod in den Genuss von Android 2.3.5, Samsung hat bei 2.2 mit den Updates aufgehört. Ein Update des verwendeten Kernels von 2.6.32 auf 2.6.37 steht auch an. Ziemlich beeindruckend, was freie Software hier bewirken kann!

Momentan finde ich es noch ein wenig schade, dass die ganzen positiven Veränderungen nicht die Entwicklungszweige der Hersteller zurückfließen, was ja eigentlich der Grundgedanke der freien Software ist, und die Hersteller immer noch jedes Jahr unzählige neue Geräte auf den Markt werfen, ohne die Hardware der alten Geräte auch nur im Ansatz ausgereizt zu haben.

Für die Zukunft wünsche ich mir, dass die Hersteller sich besser an des Entwicklungsmodell freier Software anpassen, schon von Anfang an öffentlich Repositories haben, wo man Patches einreichen kann und einen öffentlichen Bugtracker haben. Aber das wird wohl noch eine Weile dauern!

Written by benniswelt

September 15, 2011 at 10:08

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E-Mails verschlüsseln mit GnuPG

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Da in letzter Zeit immer wieder Forderungen von Politikern aufkommen, den Bürger mehr und mehr zu überwachen und die komplette Kommunikation für mehrere Monate zu speichern, aber auch große Unternehmen die persönlichen Daten als Möglichkeit sehen, personenbezogene Werbung zu schalten, möchte ich gerne einen Artikel schreiben, der unerfahrenen Leuten ein Mittel in die Hand gibt, sich sicher davor zu schützen.

Bei Briefen ist es uns klar, dass wir sie nicht ohne Umschlag schicken, damit sie niemand lesen kann, wir vertrauen der Post und dem Briefgeheimnis, dass nicht jeder unsere Briefe lesen kann. Bei Postkarten wissen wir von vorneherein, dass jeder, der die Postkarte in die Hand bekommt den Inhalt lesen kann auch wenn das nicht gerade sehr wahrscheinlich ist und zudem der Inhalt von Postkarten ja meistens keine intimen Details verraten.

Bei E-Mails und anderen digitalen Möglichkeiten der Kommunikation scheinen wir da nicht so viel Wert darauf zu legen, oder gar nicht zu wissen, was technisch alles möglich ist. Eine unverschlüsselte E-Mail entspricht etwa der oben genannten Postkarte, nur mit dem entscheidenden Nachteil, dass man die Inhaltsauswertung problemlos automatisieren kann, da der Inhalt im Gegensatz zur Postkarte schon digital vorliegt.

Wer an dieser Stelle sagt, dass er nichts zu verbergen habe, den möchte ich fragen, ob er im seinem Schlafzimmer auch eine Webcam installiert hat und das Privatleben ins Internet überträgt, weil ja nichts geheim ist. Jeder hat etwas zu verbergen und nur weil wir im digitalen Leben den Bezug dazu nicht so leicht herstellen können, wie wenn z.B. jemand uns über die Schulter schaut, während wir gerade einen Brief an unsere Liebste schreiben, sollten wir erst mal nachdenken, bevor wir behaupten, dass wir nichts zu verbergen haben.

Doch wie genau funktioniert E-Mail-Verschlüsselung nun genau. Dazu möchte ich erst mal ein paar Bilder bemühen. Wenn man sich einen Weg der geheimen Kommunikation überlegt, steht man unweigerlich irgendwann vor der Frage, wie man den Schlüssel sicher überträgt, so dass niemand die Art und Weise erfährt, wie man seine Dokumente verschlüsselt. Wenn jeder den Code kennt, mit dem man seine Nachrichten verschlüsselt, kann man sich die Verschlüsselung auch gleich sparen. Dieses Problem hat Kryptographen, also Forscher die sich mit Verschlüsselung beschäftigen sehr lange geplagt bis in den 1970er Jahren in einem Militärprojekt eine Möglichkeit entdeckt wurde.

Dazu erzeugt jeder zwei Schlüssel. Einen Geheimen und einen Öffentlichen. Vorstellen kann man sich das Ganze wie Schatztruhen, die man versperren kann, indem man den Deckel schließt und nur mit einem (geheimen) Schlüssel wieder öffnen kann. Man verteilt also seinen öffentlichen Schlüssel an alle. Man will ja schließlich, dass jeder E-Mails an einen verschlüsselt schicken kann. In der bildlichen Vorstellung verteilt man also viele offene Schatztruhen, die man nur mit dem eigenen geheimen Schlüssel wieder öffnen kann. In diese Schatztruhen werden die vertraulichen Daten gelegt, der Deckel geschlossen und an einen zurück geschickt. Nur man selbst kann die Schatztruhen mit seinem Schlüssel wieder öffnen und die darin enthaltenen Dokumente lesen.

Doch genug Theorie, wie mache ich das nun in der Praxis. Zuerst, sofern man noch keins hat, sollte man sich ein E-Mail Programm zulegen. Die folgende Anleitung wird dafür das frei verfügbare und freien Softwarerichtlinien entsprechende Mozilla Thunderbird verwenden, das es für Windows, Mac und Linux gibt.

Wenn man Thunderbird installiert hat und seinen E-Mail Account eingerichtet hat, benötigen wir noch eine Erweiterung, die das Verschlüsseln von E-Mails möglich macht. Diese nennt sich Enigmail und kann von der Add-Ons Seite heruntergeladen werden. Man erhält dort eine .xpi Datei. Beim klicken auf den „Herunterladen“ Knopf auf der Seite erhält man eine Anleitung, der man bitte zur Installation von Enigmail folgt. Zudem installiert man sich GnuPG (Link zu Windows Software, unter Linuxsystemen meistens schon installiert), das die Grundlage der Verschlüsselung liefert.

Ist die Erweiterung erfolgreich in Thunderbird installiert, erhält man einen zusätzlichen Menüpunkt „Open PGP“ wo man „Schlüssel verwalten“ auswählt. Im neuen Fenster geht man bei „Erzeugen“ auf „Neues Schlüsselpaar…“, wählt dort die E-Mail Adresse aus, für die der Schlüssel erzeugt werden soll und wählt eine sichere Passphrase, die möglichst aus mehreren Worten bestehen sollte! Ob der Schlüssel nie oder nach einer bestimmten Zeit ablaufen soll, überlasse ich euch. Anschließend klickt man auf „Schlüsselpaar erzeugen“. Während man im Internet surfen sollte oder die Maus bewegen, um die Zufallszahlenerzeugung zu unterstützen, wird man noch nach einem Widerrufungszertifikat gefragt, das man erstellt, um den Schlüssel nach Möglichkeiten wieder widerrufen zu können. Danach ist der Schlüssel fertig erzeugt und kann verwendet werden.

Um den Kommunikationspartnern die Suche nach dem öffentlichen Schlüssel zu erleichtern sollte man den öffentlichen Schlüssel auf einen sogenannten Schlüssel-Server hochladen, indem man in der Schlüsselübersicht rechts auf den Schlüssel klickt und „Auf Schlüssel-Server hochladen“ auswählt.

Um den Schlüssel nun zum Signieren und Entschlüsseln von Nachrichten zu verwenden, erstellt man eine neue Nachricht, klickt im Nachrichtenfenster auf den OpenPGP Knopf und aktiviert zunächst die Schlüssel für die jeweilige E-Mail Adresse, um anschließend den Schlüssel verwenden zu können. Hierbei sei angemerkt, dass man nur verschlüsselte Nachrichten an Personen schicken kann, deren öffentlichen Schlüssel man hat. Ansonsten kann man seine eigenen Nachrichten lediglich signieren und somit nur eine Ursprungsgarantie, d.h. dass sichergestellt werden kann, dass die Nachricht auch von einem selbst kommt, geben kann.

Wem diese Anleitung gefallen hat, kann mich hier flattrn:
https://flattr.com/profile/Benjamin_L

Written by benniswelt

September 9, 2011 at 13:00

Schöne neue Welt – Warum wir uns über soziale Netze Gedanken machen sollten [Update 19.8.2011]

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Wer heutzutage Facebook nicht zumindest vom Namen her kennt, dem kann man getrost unterstellen, dass er unter einem Felsen in einer tiefen Höhle leben muss.

Man kann die Kenner von Facebook in drei Gruppen teilen. Die erste Gruppe ist die, die alles mitmacht, ihren Klarnamen freiwillig preisgibt und Bilder, Kommentare über ihr ganzes Leben hochlädt und sich keine Gedanken darüber macht, was damit passieren kann.

Die zweite Gruppe macht alle die aus, die eigentlich nichts von Facebook halten, keine Fotos von sich online haben und nur dabei sind damit sie den Kontakt zu ihren Freunden nicht verlieren (Wie, du bist nicht bei Facebook?) und schließlich die letzte Gruppe, die aus konsequenten Facebook Verweigerern besteht. Letztere Gruppe kann man dann noch unterteilen in die, die einfach keine Lust auf soziale Netzwerke jeglicher Sorte haben und die, die große Datenschutz bedenken dabei haben, einer zentralen Instanz ihr ganzes soziales Leben anzuvertrauen.

Dem Anliegen der letzteren Gruppe möchte ich an dieser Stelle, aus Sicht eines Geeks, der sich mit den technischen Möglichkeiten des Internets schon länger auseinandersetzt, ein Gehör verschaffen. Aber warum sollte man sich Facebook verweigern, wenn doch alle da sind, mag sich der ein oder andere hier fragen? Es gibt verschiedene Aspekte, auf die ich dabei eingehen möchte:

  • Datenschutz
  • Soziale Strukturen
  • Technische Möglichkeiten und deren Probleme
  • Auswirkungen auf demokratische Strukturen
  • Alternativen und Lösungen

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AMaZE Domasaicing Algorithmus bald in RawTherapee [Update]

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Viele von Euch werden die Entwicklung von Demosaicing Algorithmen sicherlich nicht verfolgen, deswegen sei Euch erst mal dieser Link ans Herz gelegt, der die erstaunliche Qualität des neues Algorithmus veranschaulicht. Eine verbesserte und aktuelle Version wird in Kürze in den Staging Clone von RawTherapee integriert werden und ich freue mich schon aufs Testen und werde Euch natürlich Beispiele und Zahlen dazu zukommen lassen.

[Update]: Seit 10 Minuten ist der Code online

Written by benniswelt

Mai 30, 2010 at 10:31

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RawTherapee bekommt OpenMP Unterstützung [Update3]

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Gestern hat Gabor den ersten Teil der OpenMP Unterstützung für RawTherapee in das Mercurial Repository hochgeladen.

Ich habe noch keine Tests gemacht, aber meiner Erfahrung mit OpenMP nach wird es rechenintensive Schritte wie das Demosaicing sicherlich gut beschleunigen. Vielleicht komme ich heute Nachmittag dazu, ein wenig zu testen.

Update: Da der erste Teil der OpenMP Unterstützung noch nicht die Demosaicing Algorithmen betroffen hat, fallen die Verbesserungen eher moderat zwischen 5 und 15% aus, aber schneller ist immer gut, v.a. da OpenMP keine Änderungen am Code erfordert. Hier nun die Zahlen:

10 Bilder, 64bit Ubuntu, Intel Q9550 4×2,83GHz, gcc 4.5

Ohne OMP:
DCB: 239s
HPHD: 108s
EAHD: 211s

Mit OMP:
DCB: 226s
HPHD: 91s
EAHD: 198s

Obwohl die verschiedenen Demosaicing Algorithmen noch nicht angepasst wurden, unterscheiden sich die Beschleunigungen doch deutlich. HPHD profitiert am meisten.

Update2: Der zweite Teil der OpenMP Unterstützung ist nun angekommen. Die Zahlen dazu gibt es heute Nachmittag oder morgen früh.

Update3:

DCB: 221s
HPHD: 80s
EAHD: 198s

Written by benniswelt

Mai 22, 2010 at 11:03

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RawTherapee wird open source!

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Vorhin habe ich die freudige Nachricht gelesen, dass RawTherapee, der meiner Meinung nach beste RAW Converter für Linux und Windows, bald unter GPL stehen wird. Danke an Gabor, danke auch an das Entwicklerteam.

Ich hoffe, dass die Entwicklung dadurch einen immensen Schub bekommen wird und die Software zu dem Standard Tool für RAW Bilder wird, was einst Firefox auf dem Browsermarkt geworden ist.

Written by benniswelt

Oktober 20, 2009 at 11:04

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