Bennis Welt

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Eben Moglen – Freedom in the cloud

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Ein toller Vortrag von Eben Moglen zum Thema Freiheit in der Cloud. Ich kann alle anderen Vorträge von ihm nur wärmstens empfehlen. Seine Vorträge zur FreedomBox sind auch sehr sehr interessant!

Night of the living maps

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Soll ein weltweiter Mapathon am 07 Feb. 2012 werden, bei dem alle Mapper zusammen in lokalen Parties die ganze Nacht lang bei Vollmond Luftbilder abzeichnen. Quasi eine LAN-Party für GIS-Freaks. Und weil man nach 8 Stunden wirklich sehr fertig aussehen wird, haben wir uns einfach ein furchteinflößendes Motto gewählt 😉

Notlm

Siehe:
http://wiki.openstreetmap.org/wiki/DE:Night_of_the_living_maps

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Januar 31, 2012 at 12:19

Alternativen zu Facebook

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In den letzten Tagen findet man in den Medien hauptsächliche negative Artikel zu Facebook. Seit die Zeitleiste eingeführt wurde, zweifeln immer mehr Leute daran, ob es sinnvoll ist, einem Unternehmen sein ganzes Leben inklusive Fotos, Vorlieben und Freunden zu überlassen.

Das Problem, gibt es überhaupt eine Alternative? Soziale Netzwerke sind aus unserem Leben sicher nicht mehr heraus zu denken, der Kontakt mit Freunden, spontane Kommunikation mit vielen gleichzeitig, der einfache Weg Fotos zu zeigen und die Verwaltung vieler Kontakte spricht sicherlich für die Verwendung sozialer Netzwerke, wenn man dabei das soziale Leben außerhalb des Internets gleichsam mit seiner Aufmerksamkeit beglückt.

Aber ja, es gibt Alternativen, die mit der Datensammelwut aufräumen und die persönlichen Daten wieder dahin zurückgeben, wo sie hingehören, zum Benutzer. Das derzeit vielversprechenste soziale Netzwerk in der Entwicklung ist sicherlich Diaspora*. Dabei handelt es sich um ein free-software-Projekt, sprich jeder kann den Programmcode anschauen und verändern, wenn er mag.

Das Netzwerk ist im Gegensatz zu Facebook oder Google+ dezentral aufgebaut. Am einfachsten kann man sich das mit der Entwicklung von E-Mail Adressen vorstellen. Früher konnte man anderen Leuten E-Mails nur schreiben, wenn sie beim gleichen E-Mail-Anbieter waren, wie man selbst. Sprich Facebook/Google+ kann man in diesem Bild also nur nutzen, wenn man eine Facebook/Google+-E-Mail-Adresse besitzt und man kann mit dieser E-Mail Adresse nur wieder an Facebook/Google+-Mitglieder E-Mails schreiben und sonst niemanden. Bei Diaspora* ist das Netzwerk so aufgebaut, wie wir E-Mail heutzutage kennen, jeder kann einen anderen Diaspora*-Anbieter benutzen oder sogar selber zu einem werden. Zwischen diesen vielen Anbietern ist es problemlos sich E-Mails zu schicken.

Der Vorteil davon liegt auf der Hand. Wenn man selbst zu einem Diaspora*-Anbieter wird, in der Diaspora* Welt nennt man das einen Pod betreiben, kann man seine eigenen Daten bei sich speichern und kontrollieren, was mit den Daten passiert. Vertraut man einem anderen Anbieter, kann man sich auch problemlos dort ein Benutzerkonto anlegen und mit allen anderen Diaspora* Mitgliedern kommunizieren. Wer also größte Datensicherheit haben will, sollte selber zum Diaspora-Anbieter werden. Wie das geht, steht hier.

Diaspora Mitglied Dennis hat dazu ein schönes Einführungsvideo gemacht:

Das Hauptnetzwerk joindiaspora.com ist derzeit nur über eine Einladung zu erreichen. Da Diaspora* aber ja, wie oben erwähnt, dezentral ist, kann man sich bei vielen verschiedenen Anbietern registrieren. Die prominentesten deutschen Anbieter sind wohl Geraspora.de und Diasp.de.

Probiert es einfach aus, die Leute dort sind sehr offen und freundlich!

Verwandte Blogeinträge:
Linksammlung zum Thema Facebook
Facebook Account dauerhaft löschen
Schöne neue Welt – Warum wir uns über soziale Netze Gedanken machen sollten

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Oktober 1, 2011 at 07:57

Gnome 3.2 veröffentlicht

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Heute wurde Gnome Version 3.2 veröffentlicht und bringt viele Änderungen und Verbesserungen gegenüber Version 3.0 mit. Ich finde es größtenteils sehr gelungen, hier und da kann man noch ein paar Dinge besser machen, aber der Weg ist definitiv der Richtige! Danke an das Gnome Team!

http://library.gnome.org/misc/release-notes/3.2/

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September 29, 2011 at 08:32

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CHDK für die IXUS 300HS auf dem Autobuild-Server

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Seit einer Weile gibt es einen automatischen Build der aktuellen CHDK SVN Version.

Wer CHDK nicht kennt, kann hier nachlesen worum es sich handelt. Kurz zusammengefasst handelt es sich bei CHDK um eine alternative Firmware für Canon Kompaktkameras, die in den Arbeitsspeicher der Kamera geladen wird und dann den Funktionsumfang der Kameras erweitert. Dazu gehört RAW Unterstützung, eine Skriptsprache mit der man die Kamera automatisieren kann und weitere manuelle Einstellungen.

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September 22, 2011 at 09:38

Wie freie Software den Handymarkt revolutioniert

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Seien wir mal ehrlich, wer hätte vor ein paar Jahren gedacht, dass wir im Jahr 2011 auf fast der Hälfte der Smartphones einen Linux Kernel laufen haben und das Betriebssystem bis auf ein paar Kleinigkeiten, wie z.B. Grafiktreiber, nahezu freie Software sein wird? Ich auf jeden Fall nicht. Umso größer ist jedoch meine Freude, zu sehen, dass der Gedanke der freien Software weiter um sich greift und auch noch sehr erfolgreich ist.

An Seiten wie xda-developers sieht man, dass das einen regelrechten Boom an alternativen Firmwares für die Geräte ausgelöst hat, ein Vorteil der offenen Natur von Android. Dabei wird nicht nur das Aussehen verändert, sondern tiefgreifende Veränderungen am Kernel, den Treibern und den Anwendungen werden vorgenommen. Fehler der Hersteller werden ausgebügelt, das Produkt wird aufgewertet, Funktionen ergänzt und erweitert. Bei einem proprietären Entwicklungsmodell wäre der Endkunde auf die fehlerhafte Version des Herstellers und dessen Updatepolitik angewiesen.

Durch dieses Entwicklungsmodell werden auch Firmen wie Samsung oder HTC an die offenen Strukturen herangeführt und können sich an den offenen Umgang und die Upstream-Entwicklung direkt im Linuxkernel gewöhnen, was allen Kunden dieser Firmen zugute kommt, da sie von Anfang an ein solides Fundament nutzen können, welches Linux bietet.

Ich merke das an meinem Samsung i5800, bei mir läuft mittlerweile ein Kernel, der das Gerät von seinen ursprünglich 667MHz auf 1400MHz übertakten kann, mit den Voodoo Soundtreibern wird der Highend Audio-Chip im Gerät richtig angesteuert und die Soundqualität drastisch aufgewertet, durch eine sogenannte Aftermarket-Firmware für Smartphones komme ich durch eine in der Entwicklung befindlichen Version von CyanogenMod in den Genuss von Android 2.3.5, Samsung hat bei 2.2 mit den Updates aufgehört. Ein Update des verwendeten Kernels von 2.6.32 auf 2.6.37 steht auch an. Ziemlich beeindruckend, was freie Software hier bewirken kann!

Momentan finde ich es noch ein wenig schade, dass die ganzen positiven Veränderungen nicht die Entwicklungszweige der Hersteller zurückfließen, was ja eigentlich der Grundgedanke der freien Software ist, und die Hersteller immer noch jedes Jahr unzählige neue Geräte auf den Markt werfen, ohne die Hardware der alten Geräte auch nur im Ansatz ausgereizt zu haben.

Für die Zukunft wünsche ich mir, dass die Hersteller sich besser an des Entwicklungsmodell freier Software anpassen, schon von Anfang an öffentlich Repositories haben, wo man Patches einreichen kann und einen öffentlichen Bugtracker haben. Aber das wird wohl noch eine Weile dauern!

Written by benniswelt

September 15, 2011 at 10:08

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Schöne neue Welt – Warum wir uns über soziale Netze Gedanken machen sollten [Update 19.8.2011]

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Wer heutzutage Facebook nicht zumindest vom Namen her kennt, dem kann man getrost unterstellen, dass er unter einem Felsen in einer tiefen Höhle leben muss.

Man kann die Kenner von Facebook in drei Gruppen teilen. Die erste Gruppe ist die, die alles mitmacht, ihren Klarnamen freiwillig preisgibt und Bilder, Kommentare über ihr ganzes Leben hochlädt und sich keine Gedanken darüber macht, was damit passieren kann.

Die zweite Gruppe macht alle die aus, die eigentlich nichts von Facebook halten, keine Fotos von sich online haben und nur dabei sind damit sie den Kontakt zu ihren Freunden nicht verlieren (Wie, du bist nicht bei Facebook?) und schließlich die letzte Gruppe, die aus konsequenten Facebook Verweigerern besteht. Letztere Gruppe kann man dann noch unterteilen in die, die einfach keine Lust auf soziale Netzwerke jeglicher Sorte haben und die, die große Datenschutz bedenken dabei haben, einer zentralen Instanz ihr ganzes soziales Leben anzuvertrauen.

Dem Anliegen der letzteren Gruppe möchte ich an dieser Stelle, aus Sicht eines Geeks, der sich mit den technischen Möglichkeiten des Internets schon länger auseinandersetzt, ein Gehör verschaffen. Aber warum sollte man sich Facebook verweigern, wenn doch alle da sind, mag sich der ein oder andere hier fragen? Es gibt verschiedene Aspekte, auf die ich dabei eingehen möchte:

  • Datenschutz
  • Soziale Strukturen
  • Technische Möglichkeiten und deren Probleme
  • Auswirkungen auf demokratische Strukturen
  • Alternativen und Lösungen

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