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Einreise wegen Wortwahl in Twitter verweigert

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Wie krank unsere Welt heute ist, lässt sich schön an einem aktuellen Beispiel erkennen. Ein Brite hatte bei Twitter geschrieben:

3 weeks today, we’re totally in LA pissing people off on Hollywood Blvd and diggin‘ Marilyn Monroe up!

und

[…] free this week for a quick gossip/prep before I go and destroy America?

Nun wurde ihm und seiner Freundin die Einreise in die USA verweigert, beide stundenlang von Mitarbeitern des Department of Homeland Security verhört und anschließend wieder nach Hause geschickt. Beide werden nun als potentielle Terroristen geführt.

Land of the brave and free. My ass…

Aber es zeigt schön, dass Geheimdienste Twitter, Facebook und andere soziale Netzwerke überwachen und Äußerungen dort drastische Folgen haben können. Hier ist es deutlich an der Zeit, da politisch etwas zu ändern.

Quelle:
http://www.golem.de/1201/89442.html

Alternativen zu Facebook

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In den letzten Tagen findet man in den Medien hauptsächliche negative Artikel zu Facebook. Seit die Zeitleiste eingeführt wurde, zweifeln immer mehr Leute daran, ob es sinnvoll ist, einem Unternehmen sein ganzes Leben inklusive Fotos, Vorlieben und Freunden zu überlassen.

Das Problem, gibt es überhaupt eine Alternative? Soziale Netzwerke sind aus unserem Leben sicher nicht mehr heraus zu denken, der Kontakt mit Freunden, spontane Kommunikation mit vielen gleichzeitig, der einfache Weg Fotos zu zeigen und die Verwaltung vieler Kontakte spricht sicherlich für die Verwendung sozialer Netzwerke, wenn man dabei das soziale Leben außerhalb des Internets gleichsam mit seiner Aufmerksamkeit beglückt.

Aber ja, es gibt Alternativen, die mit der Datensammelwut aufräumen und die persönlichen Daten wieder dahin zurückgeben, wo sie hingehören, zum Benutzer. Das derzeit vielversprechenste soziale Netzwerk in der Entwicklung ist sicherlich Diaspora*. Dabei handelt es sich um ein free-software-Projekt, sprich jeder kann den Programmcode anschauen und verändern, wenn er mag.

Das Netzwerk ist im Gegensatz zu Facebook oder Google+ dezentral aufgebaut. Am einfachsten kann man sich das mit der Entwicklung von E-Mail Adressen vorstellen. Früher konnte man anderen Leuten E-Mails nur schreiben, wenn sie beim gleichen E-Mail-Anbieter waren, wie man selbst. Sprich Facebook/Google+ kann man in diesem Bild also nur nutzen, wenn man eine Facebook/Google+-E-Mail-Adresse besitzt und man kann mit dieser E-Mail Adresse nur wieder an Facebook/Google+-Mitglieder E-Mails schreiben und sonst niemanden. Bei Diaspora* ist das Netzwerk so aufgebaut, wie wir E-Mail heutzutage kennen, jeder kann einen anderen Diaspora*-Anbieter benutzen oder sogar selber zu einem werden. Zwischen diesen vielen Anbietern ist es problemlos sich E-Mails zu schicken.

Der Vorteil davon liegt auf der Hand. Wenn man selbst zu einem Diaspora*-Anbieter wird, in der Diaspora* Welt nennt man das einen Pod betreiben, kann man seine eigenen Daten bei sich speichern und kontrollieren, was mit den Daten passiert. Vertraut man einem anderen Anbieter, kann man sich auch problemlos dort ein Benutzerkonto anlegen und mit allen anderen Diaspora* Mitgliedern kommunizieren. Wer also größte Datensicherheit haben will, sollte selber zum Diaspora-Anbieter werden. Wie das geht, steht hier.

Diaspora Mitglied Dennis hat dazu ein schönes Einführungsvideo gemacht:

Das Hauptnetzwerk joindiaspora.com ist derzeit nur über eine Einladung zu erreichen. Da Diaspora* aber ja, wie oben erwähnt, dezentral ist, kann man sich bei vielen verschiedenen Anbietern registrieren. Die prominentesten deutschen Anbieter sind wohl Geraspora.de und Diasp.de.

Probiert es einfach aus, die Leute dort sind sehr offen und freundlich!

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Written by benniswelt

Oktober 1, 2011 at 07:57

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Written by benniswelt

September 27, 2011 at 13:01

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Das proprietäre Netz im Netz

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Mit den Neuerungen die Facebook auf seiner Entwicklerkonferenz vorgestellt hat, wird das soziale Netzwerk nun zu einem proprietären Bastard des Internets. Man kann nun alles in seiner kleinen Welt machen, sein ganzes Leben auf Facebook zur Schau stellen, inklusive der neuen Timeline Funktion, so dass man auch wirklich nichts verpasst. Aber Interaktion mit Leuten außerhalb ist nicht möglich.

Soziale Netzwerke als Kontaktverwaltung sind ja gut und recht, aber was da gerade passiert erinnert schon ein wenig an die totale Überwachung. Und die Leute machen freiwillig mit, traurig!

Wer seinen Account dauerhaft löschen will, statt ihn nur zu deaktivieren, muss hier klicken:
https://ssl.facebook.com/help/contact.php?show_form=delete_account

Wer meinen ausführlichen Artikel zu sozialen Netzwerken noch nicht gelesen haben sollte, kann das hier tun.

Written by benniswelt

September 23, 2011 at 09:02

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Schöne neue Welt – Warum wir uns über soziale Netze Gedanken machen sollten [Update 19.8.2011]

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Wer heutzutage Facebook nicht zumindest vom Namen her kennt, dem kann man getrost unterstellen, dass er unter einem Felsen in einer tiefen Höhle leben muss.

Man kann die Kenner von Facebook in drei Gruppen teilen. Die erste Gruppe ist die, die alles mitmacht, ihren Klarnamen freiwillig preisgibt und Bilder, Kommentare über ihr ganzes Leben hochlädt und sich keine Gedanken darüber macht, was damit passieren kann.

Die zweite Gruppe macht alle die aus, die eigentlich nichts von Facebook halten, keine Fotos von sich online haben und nur dabei sind damit sie den Kontakt zu ihren Freunden nicht verlieren (Wie, du bist nicht bei Facebook?) und schließlich die letzte Gruppe, die aus konsequenten Facebook Verweigerern besteht. Letztere Gruppe kann man dann noch unterteilen in die, die einfach keine Lust auf soziale Netzwerke jeglicher Sorte haben und die, die große Datenschutz bedenken dabei haben, einer zentralen Instanz ihr ganzes soziales Leben anzuvertrauen.

Dem Anliegen der letzteren Gruppe möchte ich an dieser Stelle, aus Sicht eines Geeks, der sich mit den technischen Möglichkeiten des Internets schon länger auseinandersetzt, ein Gehör verschaffen. Aber warum sollte man sich Facebook verweigern, wenn doch alle da sind, mag sich der ein oder andere hier fragen? Es gibt verschiedene Aspekte, auf die ich dabei eingehen möchte:

  • Datenschutz
  • Soziale Strukturen
  • Technische Möglichkeiten und deren Probleme
  • Auswirkungen auf demokratische Strukturen
  • Alternativen und Lösungen

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