Bennis Welt

Pirat, Physiker, Free Software Nerd

Archive for Dezember 2005

Unverhältnismäßigkeit des Sony-BMG Rechtstreits

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Wie ich gestern gelesen habe, wird das erste Gerichtsverfahren um den XCP Kopierschutz von Sony wahrscheinlich glimpflich für Sony-BMG ausgehen. Der Schlichtungsvorschlag sieht vor, dass Sony-BMG jedem betroffenen Kunden 7,5$ zahlt und der Kunde ein Album umsonst downloaden darf. Deweiteren „erklärt sich Sony BMG dazu bereit, Deinstallationsprogramme für die Kopiersperren XCP und MediaMax online zu stellen und alle mit XCP geschützten CDs vom Markt zu nehmen. Darüber hinaus verzichtet die Plattenfirma für die nächsten beiden Jahre auf die Herstellung von kopiergesperrten Audio-CDs.“ [1]

Wie das mit den u.a. von Sony-BMG geforderten Unsummen für das bloße Downloaden eines Musiktitels zusammengeht ist für nicht nachvollziehbar, da es sich hier um eine weitaus größere Straftat handelt und ein viel größerer Schaden entstanden ist, als er durch das Downloaden je entstehen könnte. Für mich ist dieser Schlichtungsvorschalg mehr als nur lächerlich und zeigt, dass große Firmen selbt bei so etwas nahezu ungeschoren davonkommen, der kleine ehrliche Bürger aber vor jedem Kinofilm darüber aufgeklärt wird, dass er bis zu fünf Jahre in den Knast muss, wenn er Musik aus dem Netz lädt…

Quelle:
[1] heise.de

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Dezember 31, 2005 at 15:33

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Vollspektrumlampen

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Habe mir gerade zwei Vollspektrum Energiesparlampen bestellt. Ich wollte schon länger mal testen, ob so ein Licht angenehmer empfunden wird als Licht normaler Lampen bzw. Energiesparlampen, das ich noch nie so wirklich mochte.

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Dezember 30, 2005 at 12:51

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Upgrade test

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Habe gerade auf WordPress 2.0RC3 upgedated. Bitte testet ob noch alles geht!

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Dezember 20, 2005 at 14:56

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Politisches Desinteresse oder Selbstunterschätzung?

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In der letzten Zeit fällt mir auf, wie viele Leute einfach sagen, „da kann man sowieso nichts daran ändern“, “ als ob du da was ändern könntest“ oder „so war Politik schon immer“. Gerade bei großen Lobbyschlachten wie den Softwarepatenten oder der Vorratsdatenspeicherung hat sich dieser Unmut breit gemacht, obwohl es Themen betroffen hat bzw. betrifft die uns allen wichtig sind. Wer zum Beispiel hätte gerne gesehen, dass seine Lieblingssoftware aufgrund eines von Großkonzernen eingeforderten Trivialpatentes aus dem Netz verschwindet, wer hätte es gerne gesehen, wenn er plötzlich teure Software kaufen müsste aus dem vorher genannten Grund, wer als Informatiker konnte bei den Vorschlägen die dem Europa-Parlament vorlagen nicht total aus der Fassung geraten. Richtig, einen Großteil meiner Freunde hat das Thema überhaupt nicht interessiert und der kleine Rest wusste nicht, wie man sich gegen die anscheinend übermächtige Lobbymacht der Großkonzerne wehren kann.
Es scheint als wäre die Bedeutung des Begriffs Demokratie (griechisch δημοκρατία, von δήμος, démos – Volk und κρατία, kratía – Macht, Herrschaft, Kraft, Stärke) völlig verloren gegangen. Jedoch konnten wir bei der Softwarepatentfrage durch eine riesige Menge an Briefen, E-Mails, Faxen und persönlichen Gesprächen die Richtlinie zu Fall bringen. Ein Beweis dafür, dass Demokratie doch funktionieren kann, wenn man nur will.

Bei der Richtlinie zur Vorratsdatenspeicherung das selbe, zuerst das Ungläubige „Sowas kommt niemals durch“, „Das kann man nicht machen“ zu der alle Orwellschen Gedanken des Überwachungsstaats übersteigenden Richtlinie. Jedoch hat sich durch die breite Zustimmung des Europa-Parlaments gezeigt, dass man die totale Überwachung auf Kosten der Betroffenen durchaus durchsetzen kann, ohne dabei irgendwelche Hemmungen haben zu müssen, diverse verfassungsgegebenen Grundrechte zu ignorieren.
Hätten wir hier den gleichen Aufwand betrieben, wie wir es damals bei den Softwarepatenten gemacht haben, dann wäre es durchaus denkbar gewesen, die in 3 Monaten vom Entwurf durchgeboxte Richtlinie zu verhindern oder zumindest größeres Medieninteresse zu schaffen. Das deutsche Volk ist aber viel zu lethargisch für so etwas, da macht man sich lieber über Leute lustig die versuchen das Wohl aller zu retten, als das man seinen eigenen Arsch hochbekommt und selber etwas unternimmt. Aber wie sollte man als Deutscher, der noch nie politisches Mitspracherecht hatte auch auf den Gedanken kommen etwas zu tun. Meckern ist stets einfacher…

Written by benniswelt

Dezember 16, 2005 at 09:46

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Ab heute sind wir alle Verbrecher

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Wie sonst ist es zu erklären, dass das EU-Parlament die heftig umstritte Richtlinie zur Vorratsdatenspeicherung mit breiter Mehrheit durchgewunken hat. Was mich bei diesem Gesetzgebungsverfahren extrem erschüttert ist, dass das Gesetz vom Entwurf zur Durchsetzung nicht einmal drei Monate gebraucht hat und somit keine ernsthafte Auseinandersetzung mit möglichen Problemen stattgefunden haben kann. Auch hat man Bürgervertretungen und Provider, denen bei einem geschätzen Datenaufkommen von durchschnittlich (je nach Größe des Providers) 100000 GB pro Tag! extreme Kosten entstehen werden für die sie selbst aufkommen müssen (also im Endeffekt wir Kunden), gar nicht erst zu Wort kommen lassen.

Hier gibt es weitere Informationen dazu, ich gönn mir jetzt erst mal nen schönen Abend im Netz, noch ohne Überwachung…

heise.de: EU-Parlament beschließt massive Überwachung der Telekommunikation

heise.de: Vorratsspeicherung von TK-Daten: „Privatsphäre wird zum Luxusgut“

Written by benniswelt

Dezember 14, 2005 at 20:50

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Frankreich will freie Software verbieten

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Wie ich gerade hier erfahren habe, wird in Frankreich gerade über ein Gesetz diskutiert, das effektiv jede freie Software in Frankreich illegal machen würde.

Wie Politiker auch nur auf den Gedanken kommen können über so ein Gesetz zu diskutieren ohne es von Anfang an voller Unverständnis einstimmig vom Tisch zu fegen ist mir nicht ersichtlich. Gerade in der heutigen Zeit sollte es meiner Meinung nach Aufgabe der Regierung zu sein, jedem ihrer Bürger freien Zugang zu Kultur und Informationen zu geben, unabhängig von seiner sozialen Stellung und Einkommen. Aber hier scheint die Lobby, höchstwahrscheinlich geführt oder zumindest unterstützt von Microsoft, wohl wieder die überzeugenderen Argumente im Geldbeutel zu haben. Traurig aber wahr. Ich hoffe die Franzosen sind schlau genug die Folgen die ein solches Gesetz haben kann abzuschätzen und sich dagegen zu wehren.

Ich möchte gar nicht wissen, wieviele Politiker gar nicht wissen, dass ihre Homepage auf einem Linux Server mit Apache, PHP etc. läuft. Wenn das Gesetz dann doch durchkommen sollte, will ich die langen Gesichter aller Beteiligten sehen, wie das Ganze dann umgesetz werden soll ohne einen IT-GAU herbeizuführen.

Daneben soll auch noch eine verschärfte Art des Amerikanischen DMCA, der DADVSI eingführt werden:

Laut des Gesetzesvorschlags drohen Nutzern, die ohne Erlaubnis der Rechtehalter Programme zum Kopierschutzknacken verwenden, künftig Haftstrafen bis zu drei Jahren sowie Geldstrafen in Höhe von 300.000 Euro. Verboten werden soll auch der Einsatz freier Software zum Abspielen von Multimedia-Dateien wie VLC, da diese etwa den Zugriff auf DVDs mit DeCSS-Verschlüsselung erlauben. Wer direkt oder indirekt wissentlich Informationen über Werkzeuge verbreitet, die mit dem Gesetz kriminalisiert werden, soll ebenfalls bestraft werden. Diese über die EU-Richtlinie hinausgehende Gesetzespassage würde laut des französischen Info-Centers EUCD.info (European Copyright Directive) „die Türen für Zensur öffnen“. Die freie Meinungsäußerung nicht nur von Autoren freier Software, sondern auch die von Sicherheitsexperten, Akademikern und Journalisten sieht das Aufklärungsforum damit „direkt in Gefahr“. Darüber hinaus sieht der Entwurf eine Kriminalisierung von Nutzern vor, die Hinweise zum Entfernen digitaler Wasserzeichen geben.

Weitere Information wieder bei heise.de

Written by benniswelt

Dezember 11, 2005 at 11:52

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Super-DRM für digitales Fernsehen geplant

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Gerade auf heise.de gelesen. Langsam bekomme ich dann doch Angst.

Beim Digital Video Broadcasting Forum (DVB-Forum) wird an einer Super-DRM-Architektur für die Zukunft gearbeitet. Die sogenannte Copyright Protection Technical Working Group (CPTWG) des Standardisierungsgremium tagte vergangene Woche und diskutierte Einzelheiten des geplanten Content Protection Copyright Management (CPCM) Standard, dessen Referenzmodell sie in einem ersten Entwurf im November auch auf einer registrierpflichtigen Webseite vorgelegt hat. Einen Zeitplan zum Abschluss der Arbeiten gibt es noch nicht.
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Nach Angaben der Electronic Frontier Foundation (EFF) soll der Standard dem European Telecommunications Standards Institute (ETSI) zur Verabschiedung vorgelegt werden. Damit würde sich Europa, so die Einschätzung der EFF, ein DRM-Regime geben, das die umstrittenen „US Broadcast Flag“-Regelungen noch übertrifft. EFF warnt vor allem davor, dass CPCM qua Regulierung umfassend durchgesetzt werden soll und anders als das Broadcast Flag die Hardwarehersteller bindet.

Im über 100 Seiten umfassenden Entwurf der ersten beiden Hauptstandarddokumente wird CPCM als System „zum Schutz von Inhalten und Management von Kopien digitaler Inhalte“ beschrieben, die auf Endkundengeräte oder in Heimnetzwerke übertragen werden. Erfasst werden sollen über Kabel, Satellit und terrestrisch übertragene Rundfunkinhalte sowie Internet-basierte Dienste, Mobildienste und, so wörtlich, „anderes“. Geschützt werden sollen Audio- und Videodaten und damit verknüpfte Anwendungen sowie Daten – also praktisch alle digitalen Inhalte und das auch an jedem denkbaren Ort, sei es am heimischen PC oder auf Mobilgeräten. Die Funktion umfasst die Sicherheitskontrolle, das Handling der Inhalte und das Management der so genannten Authorised Domain. Diese authorisierte Domain ist laut Definition die logische Gruppierung aller CPCM-Geräte, die einem einzelnen Haushalt gehören.

Die Idee der Authorised Domain umzusetzen, das sei der eigentliche Grundgedanke des CPCM-Ansatzes, sagte DRM-Experte Stefan Bechtold vom Max-Planck-Institut zur Erforschung von Gemeinschaftsgütern. Dafür würden eine einheitliche Sprache für die Darstellung der Urheberrechte eingeführt und Standards für die Interoperabilität zwischen Endgeräten sowie bezüglich der Kommunikation nach außen gesetzt. Die Regeln für die Nutzung von Inhalten durch diesen Haushalt sind als so genannte Usage State Information (USI) in die CPCM-Metadaten kodiert.

Beim Grundgedanken der Authorised Domain setzt auch die massive Kritik der EFF an. Diese würde Rechteinhabern die Verfügungsgewalt darüber geben, welcher Haushalt für die Nutzung legitimiert werde und welcher nicht. Die US Bürgerrechtsorganisationen versucht seit einiger Zeit, die Arbeiten am CPCM-Standard stärker ins Bewusstsein der Öffentlichkeit zu bringen. Der CPCM-Standard werde, einmal durchgesetzt, dafür sorgen, dass Nutzer kaum noch vorab wüssten, ob ein CPCM-Gerät bestimmte Nutzungsarten zulässt. Zudem ließen sich Rechte nachträglich widerrufen.

EFF-Mitglied Cory Doctorow warnt davor, dass der flächendeckende Einsatz von CPCM das Ende von freier Software sei. Die Anforderung, das System gegen jegliche Veränderung robust zu machen, seien mit FOSS-Konzepten nicht vereinbar. Überdies könne nationale Politik zum Urheberrecht durch CPCM einfach ausgehebelt werden, indem US-Kulturexporteure die politischen Spielregeln diktierten. Die EFF will den Standard auf jeden Fall verhindern. „Das ist,“ so Doctorows Meinung, „keine Spezifikation, die zu guten Zwecken eingesetzt werden kann, Punkt.“

Quelle: heise.de

Somit ein weiterer Schritt neben Vorratsdatenspeicherung, Kopierschutz auf CDs und DVDs, der neuen HD-DVD/Bluray Hardware, DRM auf Online Musik (WMA, 128 kbps, Windows only) die totale Kontrolle über uns zu haben was wir wo und wie lange machen dürfen. Wehrt euch dagegen!

Written by benniswelt

Dezember 11, 2005 at 11:31

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