Bennis Welt

Pirat, Physiker, Free Software Nerd

Archive for Januar 2007

Korrespondenz bei der CDU/CSU

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Auf meine E-Mail zur Gentechnik über campact.de habe ich das Standardschreiben der CDU/CSU bekommen, damit habe ich auch keine Probleme, da es sich um eine vorgefertigte E-Mail handelte und keine persönliche, von mir verfasste.
Ich habe daraufhin am 6.8.2006 geantwortet, ein paar persönliche Fragen und Anmerkungen eingeworfen mit der Bitte um Beantwortung, die Zeit verstrich, keine Antwort, auf meine Anfrage vor ein paar Wochen erhielt ich dann folgende Antwort:

Sehr geehrter Herr Lebsanft,

bitte teilen Sie mir doch mit auf welche mail Sie angeblich keine Antwort erhalten haben. Die mails bezüglich der gentechnik sehe ich nicht als persönliche mail an, da diese Musterbriefe hier zu Dutzenden eingegangen sind und auch alle von mir beantwortet wurden.
Die Antwort an Sie nochmals als Anlage.

Mitfreundlichen Grüßen
[…]

Ich habe natürlich die Mail vom 6.8 inklusive des Anhangs am 12.1 erneut hingeschickt, wieder mit der Bitte um Antwort. Ich konnte meinen Augen nicht trauen als ich heute einen Brief in den Händen hielt, mit folgendem Inhalt:

Sehr geehrter Herr Lebsanft

in Ihrer erlektronischen Post vom 6. August bestätigen Sie den Erhalt des Schreibens des Abgeordneten Kurt Rossmanith vom 24. Juni 2006. Darin hat er Ihnen sehr ausführlich und detailliert geantwortet sowie auf weitere Informationsmöglichkeiten über das Bundesministerium für Bildung und Forschung hingewiesen. Insofern ist Ihre Darstellung, er würde auf „keine persönlichen E-Mails“ antworten, nicht nachvollziehbar. Sie dürfen sicher sein, dass sich der Herr Abgeordnete Kurt Rossmanith sehr intensiv und unvoreingenommen aller an ihn gerichteten Anfragen annimmt.

Bleiben zwei Punkte zur Diskussion, detailliert und ausführlich war die Antwort der CDU, das stimmt, aber inhaltlich ließ sie sehr zu wünschen übrig und klang eher als würde die Industrie den Ton angeben, bzw. werden die Gefahren und Probleme der Gentechnik bewusst heruntergespielt.
Des weiteren fallen die Worte intensiv und unvoreingenommen auf, wie kann ein Standardschreiben auf intensive Beschäftigung hindeuten, wenn die Abgeordneten sich nicht mal die Mühe machen sich mit dem Thema zu beschäftigen.

Meine Antwort darauf:

Sehr geehrte Frau […], sehr geehrter Herr Rossmanith,

in Ihrem Schreiben vom 29.1.2007 erwähnen Sie eine detaillierte Antwort auf meine E-Mail. Dass es sich dabei um eine Standardvorlage der CDU/CSU handelt dürfte Ihnen bekannt sein, auf darauf folgende weiter eingehende persönliche Fragen wurde einfach nicht geantwortet, das sollte über den bisherigen Schriftverkehr auch ersichtlich sein.

Ich befinde mich immer weiter auf dem Wege, die Politik für eine unnötige Einrichtung anzu sehen, da die Politiker sowieso keinen Kontakt zu den Wählern wollen, wenn Kontakt zustande kommt, erhält man eine Standardantwort die auf keine der Fragen näher eingeht, teilweise sogar fachlich falsch ist. Die Wirtschaft wird bei Entscheidungsfragen durch die geldschwerere Lobbyarbeit meistens bevorzugt.

Dass immer mehr Bürger dieses Landes ihre Politikverdrossenheit in Wahlabstinenz deutlich machen scheint die Politik immer noch völlig kalt zu lassen, wie deutlich wollen Sie es denn bitte noch hören?

Wenn die CSU weiterhin diesen Kurs fährt würde es mich freuen wenn in Bayern endlich der schon längst überfällige Machtwechsel passieren würde, nicht dass dadurch etwas besser werden würde, aber mit dieser Einstellung den Wählern gegenüber kann man einfach nicht weiterkommen.

Mit freundlichen Grüßen
Benjamin Lebsanft

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Written by benniswelt

Januar 30, 2007 at 21:08

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Kampf gegen Softwarepatente verloren?!

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Gerade habe ich gelesen, dass unsere Bundeskanzlerin „dem Bundesrat zwei vom Bundeskabinett beschlossene Gesetzesentwürfe zur Umsetzung der Ergebnisse der diplomatischen Konferenz aus dem Jahr 2000 zur Revision des Europäischen Patentübereinkommens (EPÜ) mit Eilfrist weitergeleitet“ hat, was die teilweise Legalisierung von Softwarepatenten anscheinend möglich macht.

[…] In der Begründung zum Umsetzungsgesetz betont die Bundesregierung nun ganz in diesem Sinne, dass „die Patentierbarkeit von computergestützten technischen Erfindungen grundsätzlich möglich ist“. Ob und gegebenenfalls nach welchen Kriterien hier „im Einzelfall“ Patentschutz zu gewähren sei, bleibe weiterhin der Rechtsprechung überlassen. […]

D.h. kleine Firmen müssen erst gegen schon gewährte Trivialpatente klagen, bevor das Patent für nichtig erklärt wird. Auf den Unfug von Softwarepatenten weisen mittelständische Unternehmen, die für die Entstehung neuer Arbeitsplätze maßgeblich verantwortlich sind hin, im Gegensatz dazu die Großfirmen, die von den Softwarepatenten alleinig profitieren würden. Warum und für wen Frau Merkel diese Regelungen einführt ist für mich nicht nachvollziehbar.

Quelle:
heise.de

Weiterführende Links:
www.patentfrei.de
www.ffii.de
www.selfhtml.de
heise.de (Kompletter Überblick der Meldungen)

Written by benniswelt

Januar 26, 2007 at 09:33

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Brief an Frau Reiche

with 2 comments

Sehr geehrte Frau Reiche,

mit großer Verwunderung habe ich gerade bei Tagesschau.de gelesen, dass Sie bei der Gentechnik die „Gefahr sehen, dass wir [, wenn die Novellierung nicht zustande kommt,] eine Technologie, die weltweit auf dem Vormarsch ist, sukzessive verlieren werden.“

Ich frage mich warum wir eine Technologie, die die deutschen Bauern in eine Abhängigkeit von US-Amerikanischen Riesenkonzernen treiben würde unbedingt übernehmen müssen. Die Gentechnik ist überflüssig wie ein Kropf am Hals, es würden damit keine Probleme gelöst oder fällt Ihnen spontan eines ein?

Dagegen steht so viel auf dem Spiel, Auskreuzungen können praktisch nicht verhindert werden und eine Verunreinigung natürlichen Saatguts ist somit nicht ausgeschlossen. Was das an gesundheitlichen Risiken birgt ist noch überhaupt nicht geklärt, die EU zweifelt schon selbst an der Sicherheit der Gentechnik und der Arbeitsplatzverlust in der Bio Branche ist auch leicht ersichtlich, da selbst mit weniger als den 0,9% verunreinigte Produkte nicht mehr das Bio Siegel erhalten dürfen. Wieso will die CDU, gerade wo die Bio Branche boomt, diese Arbeitsplätze bereitwillig ausländischen Profiten opfern, das verstehe ich nicht.

Auch wird die Gentechnik von dem Großteil der Bevölkerung abgelehnt und nicht nur weil die Bevölkerung sich nicht auskennt, sondern weil die Risiken mit gesundem Menschenverstand leicht ersichtlich sind. Setzen Sie sich für die Bürger unseren Landes ein und versuchen Sie nicht uns ein Gesetz aufzuoktroyieren das keiner von uns will!

Vielen Dank für Ihre Mühe
Benjamin Lebsanft

Der betreffende Artikel auf tagesschau.de

Written by benniswelt

Januar 23, 2007 at 21:06

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Erneuter Freisetzungsantrag für gentechnisch veränderte Lebensmittel

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Die ostdeutsche Gentechnikfirma Novoplant GmbH plant einen Freisetzungsversuch mit genmanipulierten Pharma-Erbsen in Gatersleben (Sachsen-Anhalt). Die Gen-Erbsen sollen ein Medikament gegen bakterielle Durchfallerkrankungen von Schweinen produzieren und in Zukunft als Antibiotika-Ersatz in Futtermittel gemischt werden.
Das Umweltinstitut München befürchtet die Kontamination traditioneller Erbsensorten und ruft zum Widerstand gegen die Freisetzung auf. Einwenden kann jeder – ein Wohnsitz in Gatersleben ist nicht Voraussetzung. Eine Mustereinwendung können Sie hier herunterladen. Bitte schicken Sie die unterschriebenen Einwendungen bis 7. März 2007 an das Umweltinstitut München e.V. zurück!

Den Rest erfahrt ihr hier.

Written by benniswelt

Januar 14, 2007 at 12:22

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DCRaw 8.50/1.362 Binaries

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Newer binaries available!

Dave changed the following:

  • 1.362:
    • Added the Olympus SP510UZ.
  • 1.361:
    • Support the Panasonic DMC-L1, Leica Digilux 3, and Casio EX-Z4.
    • Run remove_zeroes() on most Panasonic and Leica models.
    • Built a color matrix for the Canon PowerShot A610.
    • Support Sinar IA file format.
  • 1.360:
    • Support internationalization if LOCALEDIR is defined.
    • Added stretch() function for cameras with non-square pixels.
    • Support „-h“ and „-s“ with Sinar 4-shot files.
    • Never append „DNG“ to the camera model.

Download: (Use 7zip for extracting)
Update: Due to licensing issues I can’t offer the cywin1.dll on my page without providing the sourcecode, sourcecode that I can’t find on the cygwin page, and so you have to download the dll yourself from here:
http://cygwin.com/snapshots/, take any dll, rename it to cygwin1.dll and use it as before.
The remaining two dlls can be found here, if someone thinks there are licensing issues too, please tell me!
cygwin dlls

If you like my binaries please click on the advertisement below this post (0,15€/click), one of the links below or buy at a shop listed under „Sponsoren“:

Next donation will go the UFRaw. We are currently at 25,60€, this and the rest of this month will go to the UFRaw devs.

Written by benniswelt

Januar 12, 2007 at 11:28

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Petition für plattformunabhängiges EU Streaming

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Da die EU ihre Internetstreams nur im proprietären WMV Format anbietet, wurde diese Petition ins Leben gerufen, damit in Zukunft auf ein freies Format, wie z.B. Ogg Theora, gesetzt wird. Damit könnten alle, egal welches Betriebssystem sie verwenden, die EU Streams mitverfolgen. Ich finde, bei sowas wichtigen wie der EU oder anderen demokratischen Strukturen, kann es nicht angehen, dass ein Teil der Bürger diskriminiert wird, nur weil sie kein Microsoft Betriebssystem einsetzen.

http://www.petitionspot.com/petitions/eu_streaming_service_for_everybody

Written by benniswelt

Januar 7, 2007 at 20:42

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Auf nimmer wiedersehen ICQ!

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Hallo Jabber.

jabber logo

Nachdem ich den Blogeintrag von Christer Edwards What YOU Can Do In 2007 For Open Source gelesen habe, war klar, dass ich nun eine Entscheidung zu treffen habe. Proprietäres ICQ Protokoll und Abhängigkeit von AOL mit weiteren Gängelungen, oder den Kontakt zu meinen Freunden verlieren und Jabber verwenden, das ein offenes Protokoll verwendet.

Eine schwierige Entscheidung, da alle meine Freunde eigentlich ICQ verwenden und das schon seit vielen Jahren, da kommt ein spontaner Wechsel ungelegen. Zu meiner Überraschung musste ich allerdings feststellen, dass ein paar davon selbst schon Jabber verwenden. Cool! Kurzerhand habe ich noch ein paar davon überzeugt neben ICQ auch noch Jabber zu verwenden, mit Miranda geht das vollständig transparent, d.h. außer dem Icon vor dem Chatfreund ändert sich in der Benutzung nichts, die Installation hat es innerhalb von fünf Minuten, also kein großer Aufwand um ein bisschen Freiheit zu gewinnen.

Heute habe ich, nachdem über die Hälfte meiner Kontaktliste nun Jabber verwendet das ICQ Protokoll komplett deaktiviert und den verbleibenden meinen Jabber Account (BenjaminLebsanft@jabber.org) mitgeteilt mit Informationen warum ich wechsel und wie sie mich erreichen können. Ich hoffe, es kommen noch ein paar zu meiner neuen Liste hinzu.

Written by benniswelt

Januar 3, 2007 at 16:45

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