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Neue Studie: Illegale Downloads erhöhen Einnahmen der Musikindustrie

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Nach bereits mehreren Studien in diese Richtung, eine der letzten war die kino.to-Studie, nach der die kino.to-Nutzer überdurchschnittlich oft ins Kino gehen, gibt es nun eine ganz frische, die erneut belegt, dass illegale Bittorrent-Downloads den Verkauf von Musik ankurbeln und eher als Promotion verstanden werden müssen, als als Schaden, wie es die Musikindustrie immer vorhält, ohne dafür Belege liefern zu können.

A new academic paper by a researcher from the North Carolina State University has examined the link between BitTorrent downloads and music album sales. Contrary to what’s often claimed by the major record labels, the paper concludes that there is absolutely no evidence that unauthorized downloads negatively impact sales. Instead, the research finds that more piracy directly leads to more album sales.

Die neue Studie ist ein weiterer Beweis dafür, dass Tauschbörsen nicht den negativen Effekt haben, den viele Menschen immer wieder beschwören. Anhand dieser sich mehrenden wissenschaftlichen Fakten sollte man nun unter diesen Gesichtspunkten über den Umgang mit Tauschbörsen und dem damit verbundenen Abmahnwahn nachdenken. Anstatt neue Vertriebswege zu verteufeln und offensichtlich die zahlenden Kunden zu vergraulen, sollte sich die Musikindustrie endlich auf ihre alten Werte besinnen und sich damit beschäftigen, qualitativ hochwertige Unterhaltung zu erstellen und nicht nur massentauglichen Werfwerf-Einwegmist produzieren.

[Update 21.5.]
Hier noch eine Broschüre aus 2010, die mit offiziellen Zahlen der Musikindustrie gegen den angeblichen negativen Effekt der illegalen Downloads argumentiert. Zu finden hier: http://www.openmusiccontest.org/promotion/mythos_raubkopie.pdf

[Update 2 22.5.] Eine Schweizer Studie, die sich mit dem selben Thema beschäftigt hat: http://www.e-book-news.de/schweiz-pro-internet-freiheit-musik-und-filmdownloads-bleiben-straffrei/

Written by benniswelt

Mai 18, 2012 at 16:33

Nutzer von kino.to gehen überdurchschnittlich oft ins Kino

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Habe gerade über Diaspora einen Artikel bei heise gelesen, der besagt, dass:

Nutzer von kino.to […] überdurchschnittlich oft ins Kino [gehen]…
..und […] teurere Karten kaufen! – Aus dem Giftschrank der Konsumforschung: Eine Umfrage über kino.to-Nutzung wird von der Branche versteckt.

Für jemanden, der das gleiche Spiel bei der Musikindustrie miterlebt hat, verwundert mich es nicht so sehr, dass nun auch die Filmindustrie diesen Weg geht, der unweigerlich in ihren Untergang führen wird, wenn sie nicht bald etwas ändern. Für wie dumm wollen die denn ihre Topkonsumenten verkaufen? Wie dreist muss man mit seinen Stammkunden umgehen, bevor der Umsatz so stark einbricht, dass man nicht mehr überleben kann? Wann werden sie endlich merken, dass die Konsumenten nicht mehr nach ihrer Pfeife tanzen und alles blind glauben was man ihnen vorsetzt?

Die Zeiten im Internet sind andere, als zu Printmedienzeiten. Man glaubt „denen da oben“ nichts mehr ohne stichhaltige Beweise und das ist auch gut so. Das ist es, was wir für eine demokratische Bewegung brauchen. Und bitte liebe Verwerter, wenn ihr nicht zeitgemäß handeln wollt, dann bitte geht unter, aber leise und stilvoll! Dann habe ich kein Mitleid. Null, nada!

Written by benniswelt

Juli 17, 2011 at 10:12