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Wie die Öffentlich-Rechtlichen Sender Partei ergreifen

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Nach meiner Mail an den NDR bezüglich der schlechten Berichterstattung, die übrigens immer noch nicht beantwortet wurde, gibt es nun Neuigkeiten zum Thema Öffentlich-Rechtliche-Sendeanstalten. Diese verhalten sich nicht mehr neutral, sondern ergreifen mit der Contentmafia Position für ACTA.

In der gemeinsamen Pressemitteilung wird die Bundesregierung aufgefordert, “ohne weitere Verzögerung wie bereits beschlossen zu unterzeichnen und mit größerem Nachdruck als bisher eine zukunftsorientierte Reform des Urheberrechtes sowie dessen Schutz im digitalen Zeitalter in Angriff zu nehmen”

und

“Nachdem sich jeder davon überzeugen konnte, dass alle bei ACTA zur Eindämmung von Rechtsverletzungen vorgesehenen Maßnahmen bereits dem deutschen Schutzniveau entsprechen, sollte das Abkommen nun auch unterzeichnet werden.”

Dass Teile des Abkommens immer noch geheim sind und somit die obige Aussage falsch ist wird logischerweise nicht erwähnt. Warum sich die ARD und das ZDF dafür einspannen lassen muss man sich hier schon fragen.

Es entsteht zudem der Eindruck, dass die Berichterstattung des NDR nicht aus versehen falsch war, sondern Teil der Position des Öffentlich-Rechtlichen-System ist. Dass der NDR nicht antwortet verstärkt für mich diese Theorie.

Quelle:
http://netzpolitik.org/2012/zdf-und-ard-fur-acta-und-privatisierung-der-rechtsdurchsetzung/

Written by benniswelt

Februar 17, 2012 at 19:16

ACTA und das Versagen der alten Medien

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Nach den großen Demos gegen ACTA gestern konnte man wieder wunderbar beobachten, wie die alten Medien versuchen die Meinung in der Bevölkerung zu beeinflussen und zu dominieren. Aber dabei vergessen sie, dass es nun etwas gibt, das sich Internet nennt.

Wie bereits in meinem letzten Eintrag geschrieben, hat der Radiosender NDR2 nach der Demo in Hamburg von 1.000 Internet-Nutzern gesprochen, die an der Demo teilgenommen hätten. Wären Reporter des NDR dagewesen, ich habe nur einen Kameramann gesehen, dann wäre diese massive Fehleinschätzung wohl nicht passiert. Die Organisatoren sprechen von 8.000 Teilnehmern und die Polizei von 4100. Wie kommt der NDR also zu solchen Zahlen? Entweder sollen die Proteste gezielt unter den Teppich gekehrt werden, was auch die tendenzielle Berichterstattung und die Wortwahl der Berichte erklären würde, oder die Autoren, die die Artikel und Radiobeiträge schreiben, haben sich nur wenig oder überhaupt nicht mit dem Thema auseinandergesetzt. Entweder nimmt die Politik Einfluss auf die öffentlich-rechtlichen-Anstalten oder die GEZ Gebühren werden nicht sinnvoll eingesetzt. Beides sind für mich unerträgliche Zustände.

Aber nicht nur der NDR schlampt bei den Zahlen, so soll der SWR von hunderten Teilnehmern gesprochen haben, wenn es in Wirklichkeit mehrere Tausend waren. Fragt man als Redakteur oder Autor bei den Öffentlich-Rechtlichen gar nicht mehr bei der Polizei nach, oder bei den Organisatoren der Demos? Sind die fünf Minuten Arbeit etwa zu viel verlangt. Ist Nachdenken zu viel verlangt? Ist Qualitätsjournalismus zu viel verlangt oder bin ich an dieser Stelle einfach nur hoffnungslos naiv?

Auch bei der N-TV Redaktion scheint die eine Hand von der anderen nichts zu wissen. Auf der Webseite wurde von 6.000 Teilnehmern in Berlin gesprochen und in den 20:00 Uhr Nachrichten dann von 2.000, während die Organisatoren von etwa 10.000 sprechen.

Beim Guardian soll man angeblich gar nichts zu den Europaweiten Demonstrationen gefunden haben.

Eines ist sicher, in Zeiten des Internets bleibt schlechte Arbeit nicht lange unerkannt und die Medien müssen sich die Frage gefallen lassen, gerade die Öffentlich-Rechtlichen, was mit unseren Gebühren jetzt eigentlich genau finanziert wird. Guter Journalismus ist es ja offenbar nicht.

Tendenzielle Berichterstattung beim NDR

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Gerade eben habe ich Nachrichten gehört und war über die Berichterstattung des NDR sehr verwundert, da diese offensichtlich falsch war. Damit der Sender da nicht raus kommt, werde ich mal meine E-Mail hier veröffentlichen:

Sehr geehrte Damen und Herren,

als Teilnehmer der Anti-ACTA Demonstration in Hamburg war ich gerade
sehr über Ihre Berichterstattung verwundert. Angeblich waren es nur
1.000 „Internet-Nutzer“. Laut Veranstalter haben 8.000 Menschen
demonstriert. Auf jeden Fall waren es meiner eigenen Einschätzung nach
weit mehr als 1.000.

Weiter finde ich die Wortwahl „Internet-Nutzer“ nicht zielführend, da es
sich hier um ein viel komplexeres Problem handelt, das nicht nur das
Internet betrifft, wie auch auf der Demo angesprochen wurde. Das dürfte
den NDR Reportern aber sicherlich bekannt sein, wenn sie ihren
Qualitätsanspruch halten mögen.

Als Gebührenzahler erwarte ich von öffentlich-rechtlichen
Rundfunkanstalten wahrheitsgemäßen Journalismus, der eine neutrale
Position vertritt und die Hörer sachgerecht informiert. Die sehr
offensichtlichen Kritikpunkte am ACTA-Abkommen wurden überhaupt nicht
angesprochen. Im Gegenteil wurde ein Bild vermittelt, dass die
Teilnehmer gegen Urheberrechte sind, was so ja nicht den Tatsachen
entspricht.

Ich würde Sie bitten in Zukunft objektiv zu berichten um nicht den
Anschein zu erwecken, dass die Berichterstattung politisch gefärbt sein
könnte.

Mit freundlichen Grüßen
Benjamin Lebsanft

Immer mehr Städte bei ACTA Protesten dabei

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Die Liste der Orte des Protestes gegen ACTA am 11.2. wird immer länger. Nun sind es schon über 20 Städte die teilnehmen und mehrere Demos in anderen Städten sind in Planung. Ob eure Stadt dabei ist oder schon etwas organisiert wird findet ihr hier (Link zu Facebook).

Informiert Interessierte, Bekannte, Freunde und Verwandte davon, die davon vielleicht noch nichts gehört haben. Organisiert Fahrgemeinschaften und nehmt an den Demos teil. Je mehr, desto besser!

Written by benniswelt

Januar 31, 2012 at 21:13

Einreise wegen Wortwahl in Twitter verweigert

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Wie krank unsere Welt heute ist, lässt sich schön an einem aktuellen Beispiel erkennen. Ein Brite hatte bei Twitter geschrieben:

3 weeks today, we’re totally in LA pissing people off on Hollywood Blvd and diggin‘ Marilyn Monroe up!

und

[…] free this week for a quick gossip/prep before I go and destroy America?

Nun wurde ihm und seiner Freundin die Einreise in die USA verweigert, beide stundenlang von Mitarbeitern des Department of Homeland Security verhört und anschließend wieder nach Hause geschickt. Beide werden nun als potentielle Terroristen geführt.

Land of the brave and free. My ass…

Aber es zeigt schön, dass Geheimdienste Twitter, Facebook und andere soziale Netzwerke überwachen und Äußerungen dort drastische Folgen haben können. Hier ist es deutlich an der Zeit, da politisch etwas zu ändern.

Quelle:
http://www.golem.de/1201/89442.html

Zuspruch für Piratenpartei wächst

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Während sich die Piratenpartei bundesweit bei etwa 5-8% bewegt, hat das Ergebnis der Berliner Landtagswahl und der Einzug in den Landtag der Partei noch mehr Auftrieb verschafft. So schaffen es die Piraten derzeit laut einer Forsa-Umfrage auf sage und schreibe 14%. Das bestätigt die neue Form der Politik, den die Piraten in den Landtag bringen. Endlich werden kritische Frage zu gesellschaftspolitischen Fragen gestellt um die sich die etablierten Parteien immer geschickt drücken konnten. So werden Themen wie der Schultrojaner und die Abfrage der Handyverbindungsdaten nun direkt im Landtag zur Sprache gebracht. Weiter so!

Piratenpartei ruft zu deutschlandweiten Protesten gegen ACTA auf

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Samstag, der 11.2. soll in Deutschland der Tag werden, an dem Demonstrationen gegen ACTA stattfinden sollen (Link zu Facebook). Wie bereits in Polen sollen auch in Deutschland tausende Bürger an diesem Tag gegen das umstrittene Abkommen demonstrieren.

Dazu aufgerufen hat das Bündnis Stopp ACTA. „Aktuell sind Demonstrationen in den Städten Berlin, Düsseldorf, Frankfurt am Main, Kassel, Hannover, Nordheim, Minden, München, Osnabrück, Stuttgart und Würzburg in der Planung.“ Auch in Hamburg wird schon auf der Mailingliste des AK Vorrat darüber geredet.

Auch wenn am 11.2. der Fukushima Gedenktag ist, sollte es möglich sein, da große Demonstrationen zusammen zu bekommen. Also informiert eure Freunde, Bekannte, Eltern und Verwandte und kommt zu den Demos!

Quelle:
http://www.golem.de/1201/89411.html

Hintergrundinformationen:
http://digitalegesellschaft.de/2012/01/acta-kontaktiert-den-eu-entwicklungsausschuss/
http://www.laquadrature.net/node/5095

Written by benniswelt

Januar 30, 2012 at 16:21