Bennis Welt

Pirat, Physiker, Free Software Nerd

Archive for the ‘Essen’ Category

Ergänzung

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Eine kleine Ergänzung zu meinem „Warum (fast) vegan“ Artikel. Es ist mir noch wichtig anzumerken, dass es sich hierbei um meine alleinige Entscheidung handelt, wie ich mit meiner Verantwortung umzugehen habe. Das wurde mir nicht von meinen Eltern aufgezwungen, noch von meiner Freundin oder sonst wem. Bei Firefox, Firebird oder Phoenix habe ich den Browser auch seit Version 0.1 benutzt, aus eigener Überzeugung, Linux benutze ich aus eigener Überzeugung und meine Lebensmittel kaufe ich jetzt auch aus eigener Überzeugung, so einfach ist das 🙂

Written by benniswelt

April 5, 2007 at 22:42

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Warum (fast) vegan?

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Seit kurzem versuche ich mich vollständig vegan zu ernähren, was zeitweise schwer fällt, zeitweise gar nicht. Ich denke es wird mit der Zeit besser. Ich habe in letzter Zeit doch sehr viel von Bekannten, Freunden und meinen Eltern zu hören bekommen, wahrscheinlich machen sich alle einfach nur Sorgen wegen der ihr unbekannten bzw. ungewohnten Ernährungsform oder verstehen meine Beweggründe nicht, aber keiner hat mich explizit nach dem „Warum“ gefragt. Das will ich mit diesem Beitrag, in dem ich meine zum Teil doch radikalen Veränderungen versuche so genau wie möglich zu beschreiben, ändern.
Wie es genau angefangen hat kann ich nicht sagen, der Weg zum Vegetarier war eigentlich ein langsamer mit vielen kleinen Schritten über die Beschäftigung mit dem Thema Lebensmittel, Gentechnik und der Politik drum rum. Danach folgten der konsequente Umstieg auf Bio Lebensmittel was nur durch meine neue Arbeit und dem nötigen Geld möglich war. Dass Karin sich selber um ihr Essen kümmern musste und ich das in unserer Beziehung nun auch gelernt habe, hat wohl auch dazu beigetragen. Ich denke es ist einfach wichtig Verantwortung zu übernehmen und sich gezielt Gedanken zu diesem neuen Bereich machen zu müssen.
Nun folgten eine intensive Auseinandersetzungsphase mit dem Thema, Filme wie Leben außer Kontrolle, We feed the world und Earthlings haben sicherlich ihren Beitrag geleistet um Silvester 2006 nun den entscheidenden Schritt weg vom Fleischkonsum hin zum Vegetarismus zu machen, weil ich nicht aktiv an der Ausbeutung der Tiere und unserem Planeten teilnehmen wollte, bzw. so wenig wie möglich.
Dokumentationen wie Ware Tier, oder das zweite Mal ansehen von We feed the world haben mich in meiner Entscheidung weiter gestärkt. Es ist einfach grausam und unvorstellbar welches Leid wir den Tieren und dem Planeten durch unseren „Luxus“ und unsere „Lust“ auf totes Tier antun. Dazu noch völlig unnötig, denn der Mensch braucht kein Fleisch zum Überleben, es ist wohl eher sein Untergang. Wenn die Abholzung des Regenwaldes für den Anbau von Sojabohnen für die Tierfuttermittelproduktion in diesem Ausmaß weitergeht, wird es ihn wohl bald nur noch in Erzählungen geben. Die Umweltverschmutzung durch Massentierhaltung tragen den Rest dazu bei den Planeten so schnell wie wir nur können zu zerstören. Dieser Verantwortung muss sich wohl jeder Fleischesser erst bewusst werden, um zu verstehen was der oben genannte „Luxus“ in Wirklichkeit mehr kostet als die 1.99€ für das Kilo Ente im Discounter. Aber genug Moralapostel gespielt, weiter zum eigentlichen Thema.
Nach einer weiteren Auseinandersetzung mit dem Thema kam ich zur Erkenntnis, dass für Milch und Eier genauso viele Tiere sterben müssen wie für das Fleisch selber. Milch und Sahne zu ersetzen fiel nach einigen Reinfällen bei der Soja-/Reismilch gar nicht so schwer wie zuerst angenommen, es gibt sogar viele Sorten leckeren Sojajogurt (Soja aus nachhaltigem Anbau), also von Verzicht kann keine Rede sein, eher vernünftiger und freiwilliger Abstand zu Lebensmitteln die anderen Lebewesen und uns selbst Schaden und Leid zufügen.
Kuchen und Eis fällt zwar immer noch schwer, aber es gibt so viel Kuchen ohne Ei und Pudding, Sahne, etc. kann man ja mit Sojaprodukten genauso erschaffen wie mit „normaler“ Milch. Auf Familienfeiern ist das zwar nicht ganz so einfach, aber mit ein bisschen Willenskraft geht das schon 🙂 Ei lässt sich zum Beispiel auch durch andere Mehlsorten ersetzen.
Bis auf die Pizza hier und da und ab und zu ein Eis, geht das auch schon ganz gut und eigentlich vermisse ich nichts und wenn ich doch noch Lust auf irgendwas verspüren sollte, denke ich daran was es für Auswirkungen hat und dann geht das. Vielmehr hat sich mein Geschmackshorizont schon merklich erweitert und ich bin erstaunt wie viele leckere Dinge ich noch nicht kannte.

Seit diesem Jahr habe ich mein Gewicht von 82kg auf 75kg verbessert, Muskeln aufgebaut und meine Haut hat sich sichtbar zum Besseren verändert. Vor Mangelerscheinungen habe ich keine Angst, Eiweiß und andere Nährstoffe nimmt man ja mehr als genug auf, mein Hämoglobin Wert war beim letzten Blutspenden bei 17,4, Karins bei 14, also reichlich Eisen vorhanden. Lediglich Vitamin B12 scheint in der westlichen Welt wegen übertriebener Hygiene abhanden gekommen zu sein, das kann man aber durch angereicherte Sojamilch und Sojajogurts ausgleichen und dann gibt es ja noch Multivitamin Säfte. In anderen Teilen der Welt wie Indien und China scheint B12 kein Thema zu sein, mal schauen ob es in der nahen Zukunft dazu noch weitere wissenschaftliche Erkenntnisse gibt. B12 ist aber kein Problem das nur Vegetarier haben, genausowenig wie Eisenmangel. Viele Wissenschaftler bescheinigen der vegetarischen/veganen Ernährung eine deutlich bessere Wertigkeit bei der gesunder Ernährung, als der uns bekannten westlichen.

Mir ist in der kurzen Zeit so viel klar geworden wie in meinem ganzen Leben bisher noch nicht und für mich gibt es keinen Weg zurück, denn ich bin der festen Überzeugung den richtigen Weg für mich gewählt zu haben, davon kann mich niemand abbringen. Und ich hoffe ein bisschen Verständnis erzeugt zu haben und eventuell sogar den einen oder anderen zum Nachdenken angeregt zu haben, bei Fragen stehe ich selbstverständlich gerne zur Verfügung 🙂

Written by benniswelt

April 2, 2007 at 20:50

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Ist Seehofer als Verbraucherschutzminister tragbar?

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In der letzten Zeit liest man so viel über Gammelfleisch, Lebensmittelskandale und Gentechnik. Man möchte meinen, das Amt des Verbraucherschutzministers ist dafür eingerichtet worden, um die Verbraucher vor genau diesen Dingen zu schützen, ihre Interessen zu wahren. Offensichtlich habe ich da etwas falsch verstanden, denn ich denke mitlerweile dass es dafür dient, die Industrie vor dem Verbaucher zu schützen. Wie könnte es sonst sein, dass selbst wenn 70-80% die Gentechnik ablehnen, die Risiken und Probleme mit gesunden Menschenevrstand sofort ersichtlich sind, Herr Seehofer Zulassungen für Gen Pflanzen erteilt und bei der aktuellen Novellierung des Gentechnikgesetzes nur auf die Wünsche der Industrie Rücksicht nimmt? Wieso wird die boomende Bio Branche so bereitwillig geopfert, hier entstehen Arbeitsplätze, im Bereich der Gentechnik geht man von ca. 500 in Deutschland aus, ohne die die dadurch vernichtet werden einzubeziehen. Desweiteren geht der Profit an US Megakonzerne wie Monsanto oder Syngenta, die die US Politiker und die Handelsbeziehungen dafür nutzen auf den europäischen Markt zu drängen. Österreich hat einen Mais den Herr Seehofer ohne zögern zugelassen hat nicht zugelassen, wegen der noch nicht geklärten Unbedenklichkeit. Polen hat die Gentechnik komplett verboten, aber wir Deutschen warten nur darauf das zu tun, was die Wirtschaft will. Meiner Meinung nach ist Herr Seehofer als Verbraucherschutzminister untragbar und auch in Bayern will ich ihn als CSU Vorsitz nicht, aber diesen Platz in meiner Beliebtheitsskala teilt er sich mit Beckstein und Huber…

Written by benniswelt

März 6, 2007 at 09:42

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Warum soviel Intoleranz?

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Es gibt sie in jedem Bereich, sei es Hautfarbe, Süd und Nord, West und Ost, Windows und Linux. Selbst bei für mich ganz eindeutig erscheinenden Bereichen, wie zum Beispiel der Ernährung.
Ich bin seit diesem Jahr überzeugter Vegetarier, da einfach so viel dafür spricht. An erster Stelle natürlich das Leben der Tiere und die unnötige Qual nur um für mich Fleisch zu erzeugen, wenn es der Mensch gar nicht braucht. Dann kommen andere, viel weitreichendere Folgen hinzu, wie Regenwaldrodung für die Sojaproduktion um die Tiere zu ernähren, die damit verbundene Verwendung gentechnisch veränderter Pflanzen, die Massentierhaltung, die Umweltzerstörung u.a. durch die vielen Fäkalien und natürlich die unglaubliche Wasserverschwendung zur Herstellung der Nahrung/Weideflächen. An letzter Stelle steht die Gesundheit, viele Zivilisationskrankheiten erleben in Zeiten von Discounterfleisch einen neuen Höchststand, Allergien, Gicht, Krebs, alles eine Folge unseres Ernährungsstils.
Aber nicht dass nur plötzlich selbst die, die auf ihre Ernährung keinen Wert legen, etwas von Mangelerscheinungen erzählen, nein es gibt selbst im StudiVZ Vegetarier Hass Gruppen, wie Anti-Vegetarier, Tiere sind koestlich! Gruppe der Anti-Vegetarier!,Vegetarier essen meinem Essen das Essen weg!, etc. Sind das Leute die einfach keine Ahnung haben, sich nicht mit Neuem beschäftigen oder einfach nur provozieren wollen? Dass für den Nährwert von 1kg Fleisch viel mehr Pflanzen angebaut werden müssen als für den gleichen Nährwert an pflanzlicher Nahrung wird dabei gerne vergessen oder verdrängt. Der Vegetarismus und der Veganismus noch viel mehr sind Formen der Leidminimierung und würden wenn sie im großen Stil übernommen werden würden, einen Teil der von den Menschen selbstgemachten Probleme lösen.

Written by benniswelt

Februar 19, 2007 at 10:02

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Eine Million Unterschriften für Kennzeichnungspflicht

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Es ist vollbracht, heute sind die 1.000.000 Unterschriften für eine Kennzeichnungspflicht von Lebensmittel, die mit Gentechnik entstanden sind, erreicht worden und werden nun Herrn Seehofer und der EU überbracht, mal sehen ob sich was ändert!

Written by benniswelt

Februar 1, 2007 at 16:51

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Korrespondenz bei der CDU/CSU

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Auf meine E-Mail zur Gentechnik über campact.de habe ich das Standardschreiben der CDU/CSU bekommen, damit habe ich auch keine Probleme, da es sich um eine vorgefertigte E-Mail handelte und keine persönliche, von mir verfasste.
Ich habe daraufhin am 6.8.2006 geantwortet, ein paar persönliche Fragen und Anmerkungen eingeworfen mit der Bitte um Beantwortung, die Zeit verstrich, keine Antwort, auf meine Anfrage vor ein paar Wochen erhielt ich dann folgende Antwort:

Sehr geehrter Herr Lebsanft,

bitte teilen Sie mir doch mit auf welche mail Sie angeblich keine Antwort erhalten haben. Die mails bezüglich der gentechnik sehe ich nicht als persönliche mail an, da diese Musterbriefe hier zu Dutzenden eingegangen sind und auch alle von mir beantwortet wurden.
Die Antwort an Sie nochmals als Anlage.

Mitfreundlichen Grüßen
[…]

Ich habe natürlich die Mail vom 6.8 inklusive des Anhangs am 12.1 erneut hingeschickt, wieder mit der Bitte um Antwort. Ich konnte meinen Augen nicht trauen als ich heute einen Brief in den Händen hielt, mit folgendem Inhalt:

Sehr geehrter Herr Lebsanft

in Ihrer erlektronischen Post vom 6. August bestätigen Sie den Erhalt des Schreibens des Abgeordneten Kurt Rossmanith vom 24. Juni 2006. Darin hat er Ihnen sehr ausführlich und detailliert geantwortet sowie auf weitere Informationsmöglichkeiten über das Bundesministerium für Bildung und Forschung hingewiesen. Insofern ist Ihre Darstellung, er würde auf „keine persönlichen E-Mails“ antworten, nicht nachvollziehbar. Sie dürfen sicher sein, dass sich der Herr Abgeordnete Kurt Rossmanith sehr intensiv und unvoreingenommen aller an ihn gerichteten Anfragen annimmt.

Bleiben zwei Punkte zur Diskussion, detailliert und ausführlich war die Antwort der CDU, das stimmt, aber inhaltlich ließ sie sehr zu wünschen übrig und klang eher als würde die Industrie den Ton angeben, bzw. werden die Gefahren und Probleme der Gentechnik bewusst heruntergespielt.
Des weiteren fallen die Worte intensiv und unvoreingenommen auf, wie kann ein Standardschreiben auf intensive Beschäftigung hindeuten, wenn die Abgeordneten sich nicht mal die Mühe machen sich mit dem Thema zu beschäftigen.

Meine Antwort darauf:

Sehr geehrte Frau […], sehr geehrter Herr Rossmanith,

in Ihrem Schreiben vom 29.1.2007 erwähnen Sie eine detaillierte Antwort auf meine E-Mail. Dass es sich dabei um eine Standardvorlage der CDU/CSU handelt dürfte Ihnen bekannt sein, auf darauf folgende weiter eingehende persönliche Fragen wurde einfach nicht geantwortet, das sollte über den bisherigen Schriftverkehr auch ersichtlich sein.

Ich befinde mich immer weiter auf dem Wege, die Politik für eine unnötige Einrichtung anzu sehen, da die Politiker sowieso keinen Kontakt zu den Wählern wollen, wenn Kontakt zustande kommt, erhält man eine Standardantwort die auf keine der Fragen näher eingeht, teilweise sogar fachlich falsch ist. Die Wirtschaft wird bei Entscheidungsfragen durch die geldschwerere Lobbyarbeit meistens bevorzugt.

Dass immer mehr Bürger dieses Landes ihre Politikverdrossenheit in Wahlabstinenz deutlich machen scheint die Politik immer noch völlig kalt zu lassen, wie deutlich wollen Sie es denn bitte noch hören?

Wenn die CSU weiterhin diesen Kurs fährt würde es mich freuen wenn in Bayern endlich der schon längst überfällige Machtwechsel passieren würde, nicht dass dadurch etwas besser werden würde, aber mit dieser Einstellung den Wählern gegenüber kann man einfach nicht weiterkommen.

Mit freundlichen Grüßen
Benjamin Lebsanft

Written by benniswelt

Januar 30, 2007 at 21:08

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Erneuter Freisetzungsantrag für gentechnisch veränderte Lebensmittel

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Die ostdeutsche Gentechnikfirma Novoplant GmbH plant einen Freisetzungsversuch mit genmanipulierten Pharma-Erbsen in Gatersleben (Sachsen-Anhalt). Die Gen-Erbsen sollen ein Medikament gegen bakterielle Durchfallerkrankungen von Schweinen produzieren und in Zukunft als Antibiotika-Ersatz in Futtermittel gemischt werden.
Das Umweltinstitut München befürchtet die Kontamination traditioneller Erbsensorten und ruft zum Widerstand gegen die Freisetzung auf. Einwenden kann jeder – ein Wohnsitz in Gatersleben ist nicht Voraussetzung. Eine Mustereinwendung können Sie hier herunterladen. Bitte schicken Sie die unterschriebenen Einwendungen bis 7. März 2007 an das Umweltinstitut München e.V. zurück!

Den Rest erfahrt ihr hier.

Written by benniswelt

Januar 14, 2007 at 12:22

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