Bennis Welt

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Tierversuche oder wertloses Leben

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Gerade habe ich im aktuellen Greenpeace Magazin gelesen, dass 2007 alleine in Deutschland 2,7 Millionen Tiere für Versuche eingesetzt wurden, davon etwa 630.000 getötet wurden und all das, obwohl es laut dem Verband „Ärzte gegen Tierversuche“ Zellkulturen, aussagekräftiger, zuverlässiger und v.a. kostengünstiger wären.

Da frage ich mich schon, wie unsere Gesellschaft diesen verabscheuungswürdigen Umgang mit Leben rechtfertigt…

Written by benniswelt

Februar 27, 2009 um 07:58

Veröffentlicht in Main

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4 Antworten

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  1. ein Versuch an Zellkulturen ist doch was völlig anderes als einer an einem Organismus. Der Organismus ist deutlich komplexer, und die Effekte sind jenseits der reinen biochemischen ebene angesiedelt. Systemische Auswirkungen kannst du mit Zellkulturen nicht simulieren. Weiterhin, warum haben „Tiere“, die speziell gezüchtet wurden (die Mäuse werden nicht umsonst als Tools bezeichnet), ein höheres Schutzrecht als ebenfalls lebende Zellkulturen? Nicht dass ich die Versuche schön finde, aber für pharmakologische Forschung sind sie nunmal leider ein notwendiges übel – sofern man das menschliche Leben als höherwertig definiert. Sicherlich müsen einige Versuche, etwa für Kosmetik nicht sein….

    Rick Astley

    Februar 27, 2009 at 19:38

    • Naja es ist bestimmt auch nur ein Bespiel, denke die Ärzte, die das fordern, wissen schon wovon sie sprechen, wer auch sonst soll mit genug Hintergrundwissen davon sprechen können.

      Und zu deiner Argumentation, ne Maus ist etwas völlig anderes als ein Mensch. Und wenn es wirklich etwas bringen würde, wieso sind dann 2001 über 20.000 Menschen an unvorhergesehenen Medikamentnebenwirkungen gestorben? Und wieso sind Tierversuche bei neuen Chemikalien zwingend vorgesehen im Gesetz, is doch völliger Schwachsinn, genau wie man immer neue Stoffe sucht anstatt alte zu verwenden. Und klar, Zellkulturen sind im Endeffekt auch Leben, aber ich stelle mal die Behauptung auf, dass Zellen nicht im selben Ausmaß wie Lebewesen mit kompletten Nervensystem Schmerz empfinden können, sonst dürfte ich mir ja auch kein Blut abnehmen lassen, lebt ja auch. Wie gewagt oder arrogant das ist, weiß ich nicht, da kenn ich mich zu wenig aus, aber irgendwo muss man halt ne Grenze ziehen, die bei mir nicht bei vollständigen Lebewesen ist.

      benniswelt

      Februar 28, 2009 at 08:59

  2. Klar ist ne Maus was anderes als ein Mensch, und natürlich ist sie nicht das perfekte Tool. Oft werden ja auch Primaten verwendet, nur da wird noch lauter aufgeschrien! Und 20.000 Menschen an Medikamentennebenwirkungen (was ist die Grundgesammtheit?) finde ich erstens nicht sonderlich viel, und zweitens wären es ohne Tierversuche (die übrigens in frühen Phasen der Medical Trials vorgesehen sind, aber erst nach Tests an Zellkulturen etc) vermutlich deutlich mehr, oder? Wofür plädierst du hier? Einstellung von Medikamentenentwicklung? Abgabe von Medikamenten an Patienten ohne vorherige Tierversuche? Ähm, ich glaube nicht das durch eine der beiden Optionen die Nebenwirkungsmorbiditätsquoten sinken. Das Argument ist doch nicht sinnvoll.

    Und seit wann definiert sich Leben denn über Schmerzempfinden? Dann könnte man ja die Versuche auch an Komapatienten machen oder was?

    Rick Astley

    März 2, 2009 at 23:07


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