Bennis Welt

Pirat, Physiker, Free Software Nerd

Den eigenen Weg, koste es was es wolle?!

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Nachdem man ja als Veganer in der Gesellschaft sowieso schon der Außenseiter ist, der sich gegen Gemeinplätze, Vorurteile, Unverständnis und Intoleranz wehren muss, fällt es zudem noch schwer, wenn man politisch konsumieren will. Ich achte bei Schokolade, Zucker und teilweise auch Tee darauf, dass er aus fairem Handel kommt und wenn möglich auch aus biologischen Anbau. Für mich ist die Sache klar, bessere Bedingungen für die Arbeiter (keine Belastung durch Pestizide, faire Bezahlung, Unabhängigkeit vom Weltmarktdruck), Vorteile für die Umwelt (keine Pestizide, keine Düngemittel, Humuserzeugung statt Vernichtung) und mein Geld kommt da an wo ich es haben will, nicht bei den reichen Vorständen der Discounter.

Das aktuelle Thema sind Schuhe, da ein Kauf Neuer ansteht, für mich ist nach meinem Wissenstand völlig logisch, dass es vegane Schuhe sein werden, die nicht mit Kinderarbeit hergestellt werden sollen und evtl sogar noch fair trade sind, Kriterien die für mich wichtig sind. Aber anstatt Verständnis zu ernsten bekommt man nur erneut wieder nur Verachtung, Abneigung von Personen die einem sehr wichtig sind. Da wird man als Besserwisser beschimpft, wenn man sagt, dass die Schuhe von Puma, Adidas, etc, von schlecht bezahlten Arbeitskräften, meist Frauen oder Kinder, die sich nicht in Gewerkschaften zusammenschließen dürfen, über 12h jeden Tag für einen Hungerlohn arbeiten, hergestellt werden. Woher man das denn wisse, kann ja auch sein, dass es gar nicht stimmt.

Man will das Gegenüber natürlich nicht verletzen und auch nicht beleidigen, aber wenn man soviel gelesen und gesehen hat über das Thema wie ich, dann stellt sich nicht die Frage nach dem Ob, sondern nach dem Warum. V.a. nach dem Warum ist es allen so egal was sie kaufen, solange man damit Hip ist, einen Lebensstil definiert? Warum werden diese ignoranten Leute, die sich nicht die Mühe machen sich zu informieren wie ein Produkt hergestellt wird, sondern sich nur durch eine Marke definieren, wieso werden diese nicht komsich beäugt, wieso der der sich überlegt wie man die Situation verbessern könnte, vekehrte Welt.

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Written by benniswelt

Januar 22, 2008 um 20:26

Veröffentlicht in Main

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11 Antworten

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  1. Hey,
    Du kennst die falschen Leute :p 😉

    petra

    Januar 22, 2008 at 22:14

  2. Kann sein…

    Benni

    Januar 23, 2008 at 16:10

  3. Hey,

    ich hoffe es ist ok wenn ich mich hier auch verewige.

    Was meinst du denn wieso die Leute kein Verständnis haben für deine Einstellung? Weil es keiner wahrhaben will, weil es bequemer ist, sich über solche Dinge keine Gedanken zu machen – deshalb auch oft diese aggressiven Reaktionen. Denn wer wird schon gern mit seinen Fehlern konfrontiert, und vor allem wenn einen das Geschehen nicht unmittelbar betrifft sieht man diese selten ein. Ich bin da ja auch nicht anders 🙂
    Das wichtigste ist, dass du die für dich richtigen Entscheidungen triffst und das, was die anderen sagen, nicht so an dich ranlässt, auch wenn das schwer ist. Denn ändern kann man die Menschen ja doch nicht.

    K.

    Januar 23, 2008 at 20:54

  4. Danke für deine Unterstützung!

    Benni

    Januar 23, 2008 at 21:27

  5. Genau meine Meinung!
    Diese Intolleranz wie du sie beschreibst hat nichts mit Nichtwissen zu tun, sondern viel mehr mit Nichtwissenwollen.
    Und ganz ehrlich, ich bewundere deine Aufrichtigkeit und deine Prinzipientreue.
    Aber denke dran: Viele können sie sich schlichtweg nicht leisten. Da kommt nicht viel mehr bei rum außer Aldi und kik.
    Deshalb solltest du auch nicht pauschal verurteilen.
    Is halt doch viel komplizierter als wir alle denken. 😉
    Mach dein Ding.

    dabear

    Januar 24, 2008 at 01:19

  6. Also alle Leute, die ich kenne, wollen sich es nicht leisten, das Geld wäre da, Parties und MCDonalds geht ja auch bei vielen, ich mein, wenn selbst ich es schaffe als Student, dann sollte es außer bei Hartz4 Emfängern evtl. möglich sein, zumindest ein bisschen anders einzukaufen, aber wie du schon sagst, die meisten wollen sich gar keine Gedanken machen, um nicht ihr Weltbild verändern zu müssen. Würde man statt zwei Tafeln Schokolade z.B. nur eine aus fairem Handel kaufen, dann könnte man die auch mehr genießen und es würde gleich viel kosten. Eine Tafel ist meist billiger als eine von Lindt!

    Benni

    Januar 24, 2008 at 07:11

  7. Naja, aber man darf auch nicht einfach anderen Leuten vorschreiben wie sie ihr Leben zu leben haben und was richtig ist.
    Keiner hat die Wahrheit gepachtet 😉
    Und wenn ein Hartz4 Empfänger Kinder ernähren muss schaut’s bei vielen tatsächlich nicht mehr rosig aus!
    Zur Tafel geht keiner freiwillig und doch gibts immer mehr.

    petra

    Januar 24, 2008 at 20:21

  8. Das beanspruche ich ja auch gar nicht für mich, tut mir Leid falls das so rübergekommen ist.
    Aber es sollte für jeden ersichtlich sein, dass bei Kaffee und Kakao der „normale“ Weg der falsche ist, aber dazu werden wir halt zu wenig informiert in den Medien, da kann man den Leuten keinen Vorwurf machen. Wobei, ein wenig schon, weil es kann ja nicht die Aufgabe der Medien und des Staates sein, alle über alles zu informieren. Die Leute schaffen es den Preis zu vergleichen, warum dann nicht gleich im selben Schritt die Herstellungsbedingungen vergleichen oder die Auswirkungen auf die Umwelt? Und das ist doch nicht nur bei Kaffee und Kakao so, jeder weiß über Kinderarbeit, jeder weiß dass es schlecht ist, aber es ist so weit weg, man sieht es nicht, weil wenn man es täte kann ich mir nicht vorstellen, dass die Leute immer noch so gedankenlos einkaufen würden.

    Benni

    Januar 25, 2008 at 10:11

  9. Grade im Morgenmagazin gehört: Der Anteil der verkauften fair gehandelten Schokolade stieg im letzten Jahr um 20%.
    Wenn das mal keine gute Nachicht ist. 🙂

    dabear

    Januar 29, 2008 at 08:51

  10. Hmm, wer beweist mir denn, dass es tatsächlich fair trade ist ?
    Solange man nicht selbst jeden Schritt jedesmal geprüft hat, kann man nicht davon ausgehen, dass die Angaben stimmen.
    Ergo, kann man sich das „prüfen“ der Herstellerangaben auch gleich sparen, denn ob diese korrekt sind ebenso fraglich…

    *Nur mal so zum drüber nachdenken*

    bryx

    März 9, 2008 at 15:02

  11. Es gibt dafür Siegel, wie z.B. das Transfair Siegel [1], da wird druch unabhängige Kontrollen sichergestellt, dass es sich um fairen Handel handelt.

    [1] http://www.transfair.org/

    Benni

    März 9, 2008 at 18:49


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