Bennis Welt

Pirat, Physiker, Free Software Nerd

Tunesien 2006 (08.07-15.07)

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Samstag 1.7.:

Die Woche, in der wir Urlaub machen wollten stand schon länger fest, nur das Reiseziel noch nicht. Der Plan war es entweder einen günstigen Last Minute Flug zu bekommen oder mit dem Auto wegzufahren. Da das Preis/Leistungsverhältnis des Fluges den Sprit und Abnutzungskosten des Autos deutlich überlegen war, haben wir spontan einen Urlaub in Tunesien gebucht

Freitag 7.7.:

Kofferpacken ging recht schnell von statten, wir haben einfach mal alle Klamotten eingepackt die wir so haben, war ja genug Platz. Körperpflegeassessoires kommen bei Männern natürlich wie immer zu kurz, aber das gleichen die Frauen dafür ja wieder aus. Abends gab es in alter Karin und Benni Manier erst mal um zehn Fertigpizza, mmmm 🙂

Samstag 8.7:

Nach einem kleinen Frühstück ging es mit viel Vorfreude zum Kaufbeurer Bahnhof, mit einem Bayernticket, das Samstags Gott sei Dank den ganzen Tag gilt, sind wir mit dem Zug und der S-Bahn zum Flughafen in München gefahren. Dort angekommen haben wir uns zum SwissPort Schalter im Modul D, Ebene 4, Terminal 1 begeben, was in München dank der Übersichtlichkeit relativ einfach vonstatten ging. Gesagt getan haben wir uns an besagtem Schalter unserer Flugtickets abgeholt und haben die noch verbeliebende Zeit dafür genutzt einen Bücherladen unsicher zu machen und ein Buch und einen Falk spirallo über Tunesien zu kaufen, damit man wenigstens etwas vom Land weiß, in das man fliegt. Der Checkin ging problemlos über die Bühne und wir erhielten unsere Boardkarten. Bis zum Abflug waren es noch zwei Stunden. Leider kann man am Flughafen außer einkaufen nicht viel unternehmen, und da wir das schon hinter uns hatten blieb uns nichts anderes übrig als die noch verbleibende Zeit irgendwie totzuschlagen. Sei es mit lesen, unterhalten oder langweilen, wir haben es am Ende selbst nach einer Verspätung des Fliegers doch noch geschafft ins Flugzeug zu kommen. Das Flugzeug, ein Airbus 320 der TunisAir ist jetzt nicht das größte und komfortabelste Flugzeug, aber unsere Ansprüche sind ja nicht so hoch. Der Pilot stand anscheind unter Zeitdruck, da er schon in der Kurve auf dem Weg zur Startbahn beschleunigte, was dazu führte, dass die Passagiere schön nach links gedrückt wurden ^^. Der Flug war bis auf ein paar kleinere Turbulenzen und Luftlöcher relativ angenehm und problemlos. Es ist immer wieder beeindruckend die Welt von so weit oben zu betrachten. Der Sinkflug und die Landung war dann wieder durch die Agressivität des Piloten geprägt. Nichts desto trotz sind wir unbeschadet am Flughafen in Monastir angekommen. Als wir aus dem Flugzeug ausgestiegen sind wurden wir erstmal von unfreundlichen Polizisten empfangen die uns gleich zum nahestehenden Bus begleiteten drängten. Nach einer 30 sekündigen Busfahrt über die Straße durften wir gleich wieder aussteigen und in das Flughafengebäude hinein. Dort spielte seltsam anmutende arabische Musik, was sich am Ende der Reise als Zwischensequenz der Nachrichten herausstellte. Nein, in Tunesien hat mein keinen Gong zwischen den einzelnen Meldungen, es ertönt immer das gleiche nervige Gedüdel 🙂 Während des Fluges haben wir eine Einreisekarte bekommen, die man mit seinen persönlichen Daten füllen muss und dann beim Einreisen den Polizeibeamten zum Abstempeln in die Hand drücken musste. Diese machten auch nicht so den freundlichen Eindruck, aber es verlief alles nahezu problemlos. Das einzige Problem war, dass wir keinen Stift dabei hatten und uns einen leihen mussten, aber man lernt aus seinen Fehlern 😉
Nach der Einreise wurden wir von einem freundlichen FTI Mitarbeiter empfangen, der uns weitere Informationen (einen Zettel über Reiseangebote vom Hotel aus) ,den Termin des ersten Treffens mit der Reiseleitung gab und der uns dann zum Bus der uns zum Hotel fährt brachte. Im Bus hat er uns ersteinmal darüber aufgeklärt, dass man in Tunesien das Wasser aus der Leitung trinken kann, da es selbstverständlich Trinkwasserqualität besitzt. Damit war er aber leider der erste, der uns davon überzeugen wollte, wir haben von allen Leuten mit denen wir gesprochen haben das Gegenteil gehört und uns erstmal entschlossen ihm das nicht zu glauben. Weiter hat er erwähnt, dass wir vor unserem ersten Gespräch auf keinen Fall irgendwelche Touren oder Ausflüge buchen sollen und das wir uns in Acht vor Leuten nehmen sollen, die uns so etwas andrehen wollen. Wenn wir die Ausflüge bei der Reiseleitung buchen sei es auf jeden Fall billiger. Klassischer Fall von Touristenausbeute 🙂
Die Busfahrt zum Hotel die auf ein bis zwei Stunden veranschlagt war, dauerte dann leider fast drei Stunden, die Klimaanlage des Busses war halbwegs in Betrieb und die Mittagshitze erledigte den Rest. Die Gegend durch die wir gefahren sind war sehr heruntergekommen, was wohl den Großteil der Häuser in Tunesien betreffen wird, mal abgesehen von den Touristenhochburgen, man hatte den Eindruck die Leute haben alle angefangen ihre Häuser zu bauen und dann ist aber das Geld oder das Baumaterial ausgegangen. Überall lag Müll und Dreck auf der Straße, Leute standen überall herum, liefen über die Straße, selbst auf der Autobahn, falls man das so bezeichnen kann. Der Qualitätsunterschied des Teerbelags der Fahrbahn und dem Seitenstreifen war alarmierend.
Als wir uns dann dem Hotel genähert haben, ist uns aufgefallen, dass eigentlich an jedem Kreisverkehr und fast jeder Kreuzung Polizisten stehen. Wir haben erst nach unserem Urlaub auf Wikipedia gelesen, dass Tunesien ein Polizeistaat ist und können das nur ausdrücklich bestätigen.
Endlich im Hotel angekommen haben wir uns an die Bilder im Katalog erinnert die das Hotel in einem hässlichen Orange Gelb zeigen. Das Hotel ist jedoch (noch) weiß, wogegen wir nichts hatten. Drinnen angekommen hat uns dann erst mal der Hotelgutschein gefehlt, den wir angeblich am SwissPort Schalter im Umschlag bekommen haben hätten sollen. Gottseidank haben sie unsere Reisebestätigung angenommen. Begrüßt wurden wir mit einem, wie sich später herausstellte, Zitronensaft, der eigentlich ganz lecker war. Sogleich wurden wir von einem Araber angesprochen der angbelich mit FTI zusammenarbeitet und wir nachdem wir uns eingerichtet haben doch mal mit ihm unterhalten sollen, er zeigt uns dann das Hotel. Klar haben wir zugesagt. Der Kofferträger hat uns dann zu unserem Zimmer bringen wollen. Da haben wir uns erst einmal gewundert warum wir jetzt plötzlich ein Zimmer im Hotel haben und keinen Bungalow wie gebucht. Naja egal, erst mal hinterher in den zweiten Stock und uns das Zimmer aufsperren lassen. Als die Tür sich öffnete bekamen wir erstmal einen riesen Schreck, denn das Zimmer war ziemlich.. unsauber. Der Boden war bestimmt schon mehrere Wochen nicht mehr gereinigt worden, das Klo und das Bad waren total eklig und das Bett nicht überzogen. Der Hotelangestellte hat sich anscheinend auch ein bischen geschämt und gleich an der Rezeption angerufen um uns ein anderes Zimmer zu besorgen, nach ein bisschen Diskussion dann doch ein Bungalow. Der war dann für tunesische Verhältnisse bestimmt sehr sauber. Nachdem wir uns erstmal ein bisschen ausgeruht haben und uns an das Zimmer und den Geruch der stinkenden Klimaanlage und den frisch lackierten Möbeln gewöhnt hatten, sind wir dann wieder ins Foyer des Hotels zurück um uns mit dem freundlichen Araber zu treffen. Dieser wollte uns dann aber nicht das Hotel zeigen sondern hat erst einmal angefangen uns von Ausflügen zu erzählen die wir doch umbedingt machen müssen, er hat gar nicht mehr aufgehört zu reden. Als er dann angefangen hat eine Quittung/Bestätigung mit unserer Zimmernummer auszufüllen, haben wir dann doch noch die Notbremse gezogen und erstmal gesagt wir müssen uns das nochmal überlegen. Dem entgegnete er uns, dass wir dann bestimmt keinen Platz mehr bekommen, weil ja noch soo viele Leute die gleiche Reisen machen wollen. Danach haben wir uns ja dann erstmal geärgert, dass wir fast darauf reingefallen waren, obwohl der FTI Angestellte im Bus doch noch ausdrücklich davor gewarnt hat. Jetzt waren wir auf jeden Fall vorsichtiger.
Nachdem wir um sechs angekommen waren und es um sieben essen gab, haben wir uns dazu entschlossen uns nach dem anstrengenden Tag erstmal was zu Essen zu gönnen.
Das Buffet war reichlich und geschmeckt hat auch so einiges. Dass das Essen am ersten Tag etwas ungewöhnlich sein wird, damit war zu rechnen. Durch den französischen Einfluss aus der alten Kolonialzeit war das Essen aber nicht so weit vom europäischen Essen entfernt, lediglich die Gewürze unterscheiden sich ein wenig. Beim Essen haben wir auch unseren ersten Kontakt mit den dortigen Animateuren gemacht, die sich offensichtlich einfach an fremde Tische setzen und den Leuten Gespräche ins Knie schrauben um somit ihr Vertrauen zu erlangen. Es wird auch nicht davor zurückgeschreckt das Trinken oder Essen der anderen mitzubenutzen, man is(s)t ja schließlich unter Freunden… Gott sei Dank haben wir den Leuten ganz schnell klar gemacht, dass wir sowas nicht wollen und wurden auch den weiteren Urlaub nicht mehr belästigt, sondern nur noch blöd angeschaut 😉
Gestärkt vom Essen liefen wir erstmal zurück ins Zimmer um unsere Badesachen zu holen um den Strand zu begutachten. Auf dem Weg dorthin machten wir ein weiteres Mal klar, dass wir keinen Ausflug buchen wollen. Der Strand war wunderbar sandig, feinkörnig so wie man in mag und v.a. aufgeräumt, also zumindest im Bereich des Hotels, weiter sind wir ja noch nicht vorgedrungen. Was aber ganz klar auffällt ist, dass Nabeul kein wirkliches Touristenzentrum für Strandurlaub ist und die Einheimischen nicht wirklich mit diesen und deren Kultur umgehen können. Ein Päarchen, das in aller Öffentlichkeit Hand in Hand geht, scheint etwas sehr ungewöhnliches zu sein, und dann hat die Frau auch noch einen Rock an und ihre Haare sind unbedeckt! Man hat sich unter den vielen kritischen Blicken richtig unwohl gefühlt. Sei es wegen der anderen Kultur oder dem im Vergleich zu den Tunesiern höheren Reichtum der Touristen.
Mit einem komischen Gefühl im Bauch kehrten wir in unser Zimmer zurück und versuchten in den sengenden Hitze wenigstens ein wenig Schlaf zu erhaschen, was dank der Klimaanlage, deren Lüfter sich wie ein Eintakt-Fendtmotor anhörte zusätzlich erschwert wurde, aber dennoch unter großer Anstrengung gelang. Dies leider nur bis ungefähr 4 Uhr, denn um diese Zeit wird der Muslime gewöhnlich von einem Muezzin mittels eines Lautsprechers vom Minarett aus zum Gebet aufgerufen.

Sonntag 9.7:

An unserem ersten Urlaubstag haben wir nicht so lang geschlafen sondern sind schon zu Beginn des Frühstücks zum Buffet gegangen, welches wieder reichlich ausgestattet war. Baguette, Tee, Kaffee, Jogurt, Müsli aber auch herzhafte Dinge gab es zur Auswahl. Nach dem Essen waren wir kurz am Strand, um pünktlich um 11 Uhr dann bei der Reiseleitung, die uns Touristen alle herzlich willkommen hieß, zu erscheinen. Nach wenigen Tipps ist sie dazu übergegangen uns weitere Reisen anzubieten. was mich ein wenig genervt hat. Die Reiseleitung soll sich gefälligst um uns kümmern und uns nicht auch noch das Geld aus der Tasche ziehen.. Wir haben uns dennoch für einen Ausflug nach Tunis, Karthago und Sidi Bous Said entschlossen, damit wir auch was vom Land sehen. Drei Mädchen die wir im Bus kennengelernt haben, haben uns gefragt, ob wir am Mittwoch nach Hammamed mitkommen wollen und auch da haben wir zugesagt, da wir ja nicht nur am Strand rumliegen wollten. Den Rest des Tages haben wir am Strand, im Hotelzimmer und am kleinen Hotelpool zugebracht. Abends waren wir dann etwas genervt von der Animation im Hotel und den komischen Einheimischen am Strand und begaben deshalb auf Erkundungstour. Wir sind am Strand entlangspaziert und dabei an einigen anderen Hotels und auch verlasseneren Stränden vorbeigekommen, bis wir zu einem Kanal kamen, dessen Sinn uns bis heute nicht ganz klar ist. Dort setzten wir uns auf die Mauer und schauten den Einheimischen beim Fischen zu.
Wieder im Hotel haben wir uns noch Cocktails und viel Cola gegönnt, die wir dann auch gläserweise mit aufs Zimmer genommen haben, da wir das Wasser, auch das, das es im Hotel gab, nicht trinken wollten. Es hat einfach alles zu sehr nach Chlor gerochen.

Montag 10.7:

Im Gegensatz zu Sonntag hätten wir am Montag das Frühstück fast verschlafen, leider blieb uns nur noch etwas Baguette und Erdbeersaft übrig. Der Rest des Tages unterschied sich nicht großartig vom Vortag, wir lagen am Strand, haben uns gesonnt, viel gelesen, viel gegessen, was man im Urlaub halt so macht.
Nachmittags haben wir nochmal einen Ausflug in Richtung Kanal gemacht und diesmal die Badesachen mitgenommen. An einem etwas einsameren Strand sind wir dann in die Fluten gesprungen und haben uns im Meer ein bisschen abgekühlt.
Beim Abendessen haben wir beide wieder etwas mehr zugelangt, da wir so Hunger hatten und es uns ja schon besser ging. Es gab frisch angebratenes Schweinefilet und Pommes, Nudeln mit Soße und allerlei Leckereien.
Nach dem Abendessen sind wir dann nochmal in Richtung Kanal gelaufen und haben diesmal den Kanal überquert. Auf der anderen Seite fanden waren gar keine Hotels mehr, wir haben nur noch Einheimische getroffen, die uns teilweise nett angelächtelt haben, teilweise haben wir uns aber auch sehr fremd und beobachtet gefühlt. Auf dem Rückweg war es schon ziemlich dunkel, und als uns eine Gruppe junger Tunesier entgegenkam, ha mich einer etwas grob am Arm gepackt, weshalb auch immer. Ich bin ziemlich erschrocken, und so sind wir ganz schnell wieder zurück zum Hotel gelaufen.
An diesem Abend hatte Benni das erstemal Durchfall. Wir haben uns noch keine Gedanken gemacht, denn dass das in fremden Ländern, bei fremden Essen leicht passieren kann, war uns schon bewusst.

Dienstag 11.7:

In der Früh hatte dann auch ich Durchfall, deshalb fiel das Frühstück etwas spärlicher aus. Wir haben ungefähr drei Tassen Tee getrunken und ein bisschen Brot gegessen. Eigentlich wollten wir ja Joghurt essen, aber der sah nicht sonderlich appetitlich aus. Benni hat vorsichtshalber gleich mal Arznei gegen Durchfall genommen und eine Aspirin, da wir vermuteten dass er auch Fieber hat.
An diesem Tag wollten wir uns nicht so weit vom Klo entfernen, deshalb lagen wir am kleinen Pool, der direkt neben unserem Zimmer war, waren ein bisschen am Strand und die meiste Zeit im Bungalow. Das Mittagessen fiel mehr oder weniger spärlich aus, wir wollten unseren Magen ja nicht noch mehr reizen. Abends hatten wir beide aber so viel hunger, dass wir nicht mehr so arg auf die Gesundheit geachtet und kräftig zugelangt haben. Benni ging es leider gar nicht gut, teilweise hatte ich Angst dass er gleich vom Stuhl fällt, so blass war er. Die Strafe für das reichhaltige Abendessen ereilte Benni dann auch gleich: Durchfall, Bauchschmerzen und eine heiße, schweißüberströmte Stirn, die auf Fieber schließen ließ. Also nochmal was gegen Durchfall, nochmal eine Aspirin und schnell ins Bett.
An diesem Tag hat es Abends auch richtig geregnet, was wahrscheinlich nicht so oft in Tunesien passiert. eine angenehme und willkommene Abkühlung.

Mittwoch 12.7:

Mittwoch morgen bin ich dann mit einem sehr unguten Gefühl aufgewacht, wollte erst mal meinen Mund spülen und beim ausspucken war das ganze Waschbecken voller Blut. Da hat sich erstmal ein bisschen Panik breit gemacht und mir wurde auch gleich schlecht. Unter großer Beherrschung haben wir uns dann zur Rezeption gequält und uns einen Arzt rufen lassen, der dann auch sehr schnell in unserem Zimmer war. Er hat meinen Blutdruck gemessen, mich bisschen abgehört und sich mit mir auf französisch und englisch über meine Beschwerden unterhalten. Nach sehr kurzer Zeit der Überlegung stand für ihn fest, dass wir in die Klinik fahren müssen und man mich dort untersuchen muss. Das Blut hat ihn anscheinend verunsichert. Wir waren etwas überrumpelt und haben uns gedacht, dass wir schon nicht so lang brauchen werden und haben erstmal gar nichts weiter mitgenommen und sind mit dem Arzt in die Clinique les Violettes gefahren. Dort angekommen hat man mich erstmal in das nächstbeste Zimmer gebracht, das sich dann im Nachhinein als eins der teuersten Zimmer herausstellte. Mit Zeichensprache wurde mir dann klar gemacht, dass sie in meinen Magen schauen wollen, also eine Magenspiegelung durchführen wollen. Cool dacht ich mir, ist bestimmt ganz toll sowas in Tunesien das erste Mal zu bekommen. Mit einer Krankenschwester die einigermaßen deutsch sprach haben wir das versicherungstechnische besprochen und es hat sich herausgestellt, dass mein Auslandskrankenschein nicht für private Kliniken gilt. Gott sei Dank haben wir eine Auslandskrankenversicherung beim ADAC abgeschlossen und als wir das Wort ADAC ausgesprochen haben, erkannte man an der Gesichtsregung der Schwester, dass sie den ADAC kannte. Nachdem sie mit meiner Mitgliedskarte und meinem Ausweis verschwunden ist haben wir gedacht, das ist dann alles klar, aber dazu später mehr. Nach kurzer Zeit wurde ich abgeholt, durch das Krankenhaus geführt, in einem speziellen Raum, der einem OP Saal in Deutschland ein bisschen ähnlich sah. Das Gerät für die Magenspiegelung lag in einem Wäschebottich am Boden, wahrscheinlich (hoffentlich?) gerade frisch desinfiziert. Karin hat mich bis hierhin begleitet wurde dann aber von den Schwestern wieder in unser Zimmer gebracht. Mir hat man an meiner rechten Hand eine rosa Venenverweilkanüle angebracht und kurz darau das Betäubungsmittel dadurch eingeführt. Ich hab gar nicht gemerkt wie ich müde wurde, sondern bin einfach dreißig Minuten später wieder im Zimmer aufgewacht und hab mehrere Ärzte über mir gesehen. Karin hat mir dann später erzählt wie ich mich ungeschickt in mein Bett zurückgerobbt habe und von süßen Schwestern erzählt habe 😉 Aber das Gefühl kurz nach dem Aufwachen war echt spitze, ich habe mich gefühlt als würde ich fliegen, oder auf einer kleinen Wolke schweben da bin ich mir nicht mir sicher. Auf jeden Fall war das Gefühl echt toll, aber ob man dafür jedes Mal eine Magenspiegelung machen sollte um es zu bekommen sei mal dahingestellt 🙂 An die Kanüle wurde dann gleich eine Infusion angeschlossen um meine Wasserunterversorgung wieder auszugleichen und den Elektrolythaushalt auszugleichen bzw. aufzubauen. Den ganzen Tag habe ich mich von drei Joghurts und zwei Tassen Milch ernährt und hatte nicht wirklich Hunger, außer am Abend als Karin super lecker Essen bekam und ich nicht mal einen Joghurt ^^. Jede halbe Stunde kam eine Krankenschwester oder ein Krankenpfleger herein und hat Temperatur und Blutdruck gemessen. Am Anfang fand ichs ja noch ganz fürsorglich aber irgendwann hats mich dann genervt, weil man keine Zeit für Ruhe oder Zweisamkeit hatte. Desweiteren wurde ich noch mit den unterschiedlichsten Medikamenten vollgepumpt und wenn man dann gefragt hat wofür das ist bekam man, wenn man überhaupt eine Antwort bekam, nur ein „for se bladd, can’t explain“. Die ganze Verständigung war eher dürftig. Die Leute da sprechen nur sehr wenig englisch und auch wenn man sehr deutliches englisch oder französisch spricht verstehen sie dich nicht. Kurz vor dem Einschlafen hatte ich ein wenig Angst um meine rechte Hand, denn wenn die Kanüle abreißt oder der Infusionsschlauch abbricht mein Blut einfach so aus mir herauslaufen würde. Aber hierfür hat der Körper anscheinend Instinkte dafür um einen davor zu schützen, was man aber am nächsten Morgen durch eine sehr verkrampfte Hand zu spüren bekommt 🙂

Donnerstag 13.7:

Die Nacht auf Donenrstag war für uns beide nicht besonders erholsam, ich hatte kein Gerät um die Infusion beim Gehen einzuhängen und deswegen musste mich Karin jedesmal aufs Klo begleiten, da es alleine einfach nicht ging. Ich habe mich richtig hilflos und erbärmlich gefühlt da ich nichts mehr alleine konnte, ein wirklich seltsames Gefühl. Aber ich war sehr glücklich und froh meine Karin dabei gehabt zu haben, die mir den ganzen Krankenhausaufenthalt zur Seite stand und mir bei allem half. Danke mein Schatz! Falls man doch ein bisschen Schlaf bekam kam in der nächsten Minute ein Krankenpfleger zur Tür herein und hat wieder Blutdruck und Temperatur gemessen. Aber ich habe mich dadurch wenigstens versorgt gefühlt, gar nicht auszudenken was ich im Hotel gemacht hätte. Heute hat es dann mittags für mich sogar „echtes“ Essen mit Reis und Fleisch gegeben, natürlich gewürzarm, damit mein Magen damit dann auch zurecht kommt. Ich glaube heute war auch der Tag an dem mir der dortige Arzt dann auch mitgeteilt hat, dass ich ne Gastritis und ne Magen-Darm-Infektion hab und Antibiotika bekomm und noch andere Medikamente (Phosphalugel, Smecta, u.a.). Den gebuchten Ausflug konnten wir dann natürlich auch nicht mitmachen.
Nach den üblichen Arztbesuchen, Verständigungsproblemen und einer Runde Ultraschall war der Tag dann auch schnell wieder vorbei. Der Krankenpfleger am Abend war ein sehr netter Typ, der auch wieder ein wenig deutsch sprach, er hat uns dann gesagt, dass wir wahrscheinlich morgen rauskönnen. Wir dachten uns nur, wie können nicht nur raus, wir müssen ja zurück ins Hotel da wir Samstag Früh zum Flughafen abgeholt werden. Nach einem kurzen Gespräch mit ihm hat die nächste Nacht im Krankenhaus begonnen.

Freitag 14.7:

In der Nacht auf Freitag war mein Bedürfnis auf Klobesuche etwas geringer, die Schmerzen im Darm sind auch immer weniger geworden, Karin war die Müdigkeit und die Erschöpfung richtig anzusehen aber sie hat sich stets bemüht mir zu helfen und nicht zu meckern. Nach einem diesmal sehr ergiebigen Frühstück, ich habe die Joghurts richtig vermisst ;), gings mir dann zunehmend besser, die Bestätigung vom Klinikarzt dass wir wahrscheinlich entlassen werden kam dann auch umgehend, wir müssen nur noch auf den Arzt warten, der uns in die Klinik gebracht hat und dann dürfen wir gehen. Dieser sollte zwischen acht und neun kommen. Um kurz vor neun kam dann Frau Reiseleitung in unser Zimmer und hat sich nach meinem Befinden erkundigt. Sie, bzw. ihr Assistent hat uns gesagt, er habe mit dem Arzt gesprochen und wir werden heute noch entlassen. Als wir gesagt haben, dass wir kein Geld für das Taxi haben, hat sie uns 5 Dinar gegeben. Damit war eine weitere Angst beseitigt. Als wir dann auf die Reisemängel zu sprechen kamen, hat sie sich ziemlich schnell herausgewunden, das Hotel hätte so nicht verkauft werden dürfen, da kann FTI nichts dafür, da hat uns das Reisebüro „verarscht“. Und wir sollen das soch mit dem Reisebüro klären und schon war sie wieder weg… Da haben wir dann wohl zu spät gemerkt, dass wir sie gleich wegen dem Ausflug ansprechen hätten sollen…
Nachdem Karin um elf nochmal nachgefragt hat und der Arzt dann angerufen wurde, kam er dann doch schon um halb zwölf. Man oh man. Nach einer kurzen Untersuchung hat man uns gesagt wir werden entlassen, wenn die Infusion fertig durchgelaufen ist, was noch etwa eine halbe Stunde gedauert hat. Dann wurde meine „Verkabelung“ entfernt und wir mussten zur Administration um die Bezahlung für Karins Aufenthalt zu regeln mit dem ADAC war anscheinend bei mir alles klar. Dort angekommen hat uns der Mitarbeiter mitgeteilt, dass der ADAC noch zwei Stunden braucht um das Fax mit der Zahlungsbestätigung zu schicken, da sie gerade überlastet sind. Toll haben wir uns gedacht, aber was soll man machen. Kurzerhand sind wir nochmal ins Zimmer und haben dort gewartet was uns desöfteren komische Blicke der Putzfrauen eingebracht hat, die das Zimmer endlich fertig aufräumen wollten.
Nach eineinhalb Stunden sind wir dann zur Administration, die nun zur Rezeption verlegt wurde, doch dort hat uns der Mitarbeiter wieder mitgeteilt dass das Fax noch nicht da ist. Er hat auch öfters angerufen und voll den Stress gemacht, was wir gut fanden da wir ja weg mussten. Nach den gesagten zwei Stunden hieß es noch eine Stunde, danach noch zehn Minuten und dann wieder unbestimmte Zeit… Als um vier noch immer kein Fax da war und der Mitarbeiter, der sich wirklich sehr nett um uns gekümmert hat das Ende seiner Schicht hatte, hat er uns noch mitgeteilt, dass die Rezeption um fünf schließt und sie dann keine Faxe mehr annehmen können. Langsam hat sich in uns die Panik breit gemacht und Karin hat vorgeschlagen mit VISA zu zahlen was dann anscheinend auch zu gehen schien. Als wir dann aber nur die Nummer und nicht die Karte vorzeigten, kam die Ernüchterung. In Tunesien kann man *nur* mit Karte bezahlen, die Nummer ist so nutzlos wie ein Stück Papier wo der Rechnungsbetrag aufgemalt ist… Das war uns dann zu viel, ich habe mir das Telefon geben und mich mit dem ADAC verbinden lassen und war so lange mit dem ADAC Sachbearbeiter verbunden, bis ein Mitarbeiter der Klinik mit dem Fax angelaufen kam. Was das dür eine riesen Erleichterung für uns beide war kann man sich vorstellen. Karin hat dann noch 75€ für den Aufenthalt und das Essen gezahlt und danach haben wir uns ein Taxi rufen lassen. Als wir auf halber Strecke zum Hotel waren, hat Karin gemrkt, dass wir meinen Personalausweis und die ADAC Mitgliedskarte vergessen hatten, und es war zwei Minuten vor fünf. Also haben wir den Taxifahrer gebeten nochmal zurückzufahren, ich bin in die Klinik gehastet und habe gerde den letzten Mitarbeiter erwischt, der mit dann gleich meine Unterlagen in die Hand gedrückt hat. Soviel Stress auf einmal ist nicht gut, schon gar nicht mit einem angeschlagenen Körper wie ich ihn hatte. Im Hotel haben wir uns dann erstmal ausgeruht, langsam die Koffer gepackt und den Strand nochmal besucht. Abends wollten wir früh ins Bett gehen, da wir schon um 4:20 mit dem Bus zum Flughafen abgeholt werden sollten. Bei der immensen Hitze im Zimmer, wir waren die tolle Klimanalage im Krankenhaus schon gewöhnt, und der lauten Musik der Animation hat Karin ein paar Stunden schlafen können und ich fast gar nicht.

Samstag 15.7:

Am Morgen klingelte der Wecker um halb vier in der früh und beraubte uns des restlichen kostbaren Schlafes. Noch schnell die Zähne putzen, gepackt war ja schon alles und dann haben wir uns gemütlich zum Treffpunkt aufgemacht wo schon mehrere andere Familien warteten. Als es dann zwanzig nach vier war und der Bus kommen sollte kam er nicht, zuerst kam um halb fünf ein Bus der in die Wüste fährt, aber den wollte dann halt niemand 😉 Um kurz vor fünf kam dann endlich unser Bus, diesmal ein gemütlicher Reisebus, leider aber ohne Klo was sich aber nicht als weiter tragisch erwies, da wir sowieso die ganze Busfahrt im Halbschlaf zugebracht haben. Am Flughafen angekommen, haben wir unseren Koffer ausgeladen und schon hat uns jemand den Koffer auf nen Wagen gepackt und mitgenommen. Am Checkin hat er uns sie dann wieder gegeben und hat gewartet, auf Geld natürlich… In Tunesien scheint es üblich zu sein, erst unegwollte Leistungen zu erbringen und dann Geld einzufordern. Von Höflichkeit hat wohl noch niemand dort etwas gehört, Dreistigkeit und im Hotel Unverschämtheit waren an der Tagesordnung. Man scheint das Geld dringend nötig zu haben, so dass man sich gern mal den Zorn der Touristen auf sich zieht. Nach problemlosen Durchlaufen der Flughafen Gepflogenheiten saßen wir in der Wartehalle und konnten uns dank des „freundlichen“ Kofferträgers nicht mal mehr was zu trinken kaufen, da wir nicht mehr genug Dinar hatten.
Zum Flugzeug gings dann wieder 30 Sekunden mit dem Bus, gut diesmals hats etwas länger gedauert, da wir eine Ehrenrunde fahren mussten. Im Flugzeug selbst saßen wir dann in der Mitte, obwohl Karins Mutter bei der Reiseleitung angerufen hatten als wir im Krankenhaus lagen und um einen Platz in Klonähe gebeten hatte. Soviel zur Reiseleitung, aber egal, das kleine Stück hätte ich dann auch noch laufen können hätte ich aufs Klo müssen. Der Flug ging gefühlsmäßig viel schneller als der Hinflug, auch konnte man diesmal den nördlichen Appenin und die Alpen bewundern, was für ein Ausblick, einfach fantastisch. Leider hat ihn meine Karin verschlafen 🙂 Der Sinkflug und die Landung war dann wieder etwas rabiat, aber wir waren diesmal darauf eingestellt. In München haben wir erstmal die Hygiene auf den Klos genossen und ein bisschen auf unser Gepäck gewartet. Als wir dann herauskamen haben Karins Eltern schon sehnsüchtig auf uns gewartet. Für mich gabs deutsches Wasser und Zwieback. Selten habe ich mich über Zwieback so gefreut wie jetzt. Das erste was mich gleich erstmal schockiert hat, war der hohe Spritpreis, 1,44€ für einen Liter Super, der Wahnsinn. Die Rückfahrt war gemütlich und ich war überfroh als ich zuhause angekommen bin.
Zuhause habe ich mir dann erstmal eine Badewanne voll genießbaren deutschen Leitungswasser gemacht und mich nach fünf Tagen ohne großartige Körperpflege erstmal den Dreck weggewaschen. Auch wieder ein schönes Gefühl. Manchmal braucht man erst besondere Erlebnisse um das was man zuhause hat zu schätzen. Niemals zuvor war Wasser so wertvoll für mich wie in diesem Moment.
Danach habe ich mich erstmal in mein Bett gelegt und konnte trotz der Strapazen der letzten Tage kaum schlafen, vielleicht ein bis zwei Stunden, danach wollte ich wieder was machen.
Was auch gleich in die Tat umgesetzt wurde, der letzte Tag des Lagerlebens in Kaufbeuren musste einfach mitgenommen werden. Zusammen mit Jürgen, Widdi und Anja haben wir uns durch die Menschenmengen gedrängt. Überall so viel leckeres Essen und ich durfte nicht *wein* 🙂 Aber dafür hat mir Karin versprochen mich auf Schnitzel mit Pommes einzuladen, wenn es mir wieder besser geht. Der Deal klang akzeptabel ^^ Später am Abend sind dann noch Flo, Rösti und Petra zu uns gestoßen, aber die beiden letzteren haben sich gleich wieder verdrückt. Der Abend dauerte erstaunlicherweise bis Mitternacht, als ich dann die ersten Schwächeerscheinungen in den Beinen hatte. Nach einer abenteuerlichen Suche nach dem Auto war ich dann um kurz nach Eins zuhause und bin erstmal tot ins eigene Bett gefallen und mir meinen mir zustehenden und bitter benötigten Schlaf abgeholt.

Bilder:

Ein Blick auf den Strand


Ein Blick auf den Strand, Teil 2


Der Steg direkt vor unserem Hotel


Unsere Terrasse


Ein vierbeiniger Freund


Ein einsamer Fischer

Mehr im Fotoalbum

Abschließend bleibt zu sagen, dass der Urlaub vielleicht nicht das war, was wir uns vorstellt haben, erholsam und stressfrei schon gar nicht, aber wir leben beide noch und sind gesund, das ist doch alles was zählt. Man muss versuchen das Positive darin zu sehen und die gesammelten Erfahrungen beim nächsten Urlaub, der zu 99% nach Schweden gehen wird, anzuwenden und daraus zu lernen. Es bedanken sich für die mitgebrachte Geduld 🙂 Karin und Benni

Written by benniswelt

Juli 27, 2006 um 21:21

Veröffentlicht in Main

19 Antworten

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  1. alter schwede, ich hab in diesem moment leider nicht genug zeit, mir das alles durchzulesen. muss am wochende irgendwann dran glauben

    Jürgen

    Juli 27, 2006 at 23:05

  2. kollege was schreibst du hier so romane wer soll das alles lesen aaaa 😛

    sine

    Juli 28, 2006 at 11:50

  3. Aldaaaa net so viel Texxxxt!

    Bin grad im Prufüngsstress und arbeite mich Tag für Tag weiter 🙂

    JF

    Juli 29, 2006 at 12:30

  4. wann soll das alles verfilmt werden??
    und wer spielt die Hauptrollen

    Jürgen

    August 9, 2006 at 17:54

  5. 😛

    Benni

    August 10, 2006 at 17:40

  6. Ich will den Benni spielen!

    Karin

    August 10, 2006 at 18:58

  7. Das ist die Traumrolle in unserem Film, da streiten sich alle drum ^^ Ich mach Statist.

    Benni

    August 10, 2006 at 18:59

  8. Ich spiel eine von den süßen Krankenschwestern, die den Benni (gespielt von Wolle) immer dicke Spritzen verpassen

    Jürgen

    August 10, 2006 at 21:33

  9. Jaja, immer schön mich wegen meiner Aussagen im Volldelirium necken 😉

    Benni

    August 10, 2006 at 23:04

  10. Falls ich dich dran erinnern darf, du hast auch mehrmals bei vollem Bewusstsein erwähnt wie süß du die Krankenschwestern findest 😉

    Karin

    August 12, 2006 at 15:11

  11. eine 😉

    Benni

    August 12, 2006 at 19:37

  12. Hallo Karin und Benni,

    Sorry, wenn ich euch störe 🙂
    Ich bin seit wenigen Tagen aus dem Urlaub zurück, und auch mein Freund hat sich dort Bakterien eingefangen. Er bekam ebenfalls Antibiotika und Smecta, weil sein Bauch druckempfindlich war, aufgebläht, er Krämpfe und Durchfall hatte. Auch wir mussten zum Arzt, nur wurde er von einer Magenspiegelung verschont. Wir sind auch mit FTI geflogen, und die bekommen von mir noch einen netten Brief wegen Schadensersatz. Hat man sowas nämlich gehabt, kann man solche Ansprüche geltend machen 🙂
    Eine Frage: Wie heiss euer Hotel

    Gruß Ilka

    Ilka

    Oktober 28, 2006 at 17:06

  13. Klingt ja nach genau dem gleichen was ich hatte… Wir waren in Nabeul im Nabeul Beach. Im Katalog mit 3,5 Sternen statt eigentlich drei und mit dem Zusatz Carribbean Resort.

    Haben natürlich an FTI geschrieben, nach 5 Wochen einen Brief mit 10% als Verrechnungsscheck bekommen, was natürlich völlig inakzeptabel ist. Haben am 13.9 nochmal hingeschrieben und warten seither auf eine Antwort.

    Benni

    Oktober 29, 2006 at 09:05

  14. Liebe Leute, ich muss sagen: ich bin erschrocken als ich diesen Reisebericht gelesen habe: Soviele xenophoben und eurozentrische Ressentiments in einem Text habe ich selten gesehen. Sorry Benni und Karin, aber das ist alles sieht sehr nach Xenophobie und Kulturkampf aus und ich muss sagen, mich stößt das ab!

    hannes

    November 19, 2006 at 03:13

  15. Sorry Hannes aber du hast echt ein Problem. Wie du aus unserem Artikel Fremdenfeindlichkeit, dafür gibts ein deutsches Wort das man als Nichtakademiker auch verstehen kann, und Kulturkampf rausgelesen hast verstehe ich beim besten Willen nicht. Wenn du irgendwas gegen mich hast dann sag mir das einfach aber diese anmaßenden Unterstellungen die kein bisschen der Wahrheit entsprechen habe ich ehrlich ziemlich dick! Ich geh nicht in die Kirche, habe kein Problem mit Ausländern und anderen Religionen und bin auch eher der offenere Mensch für andere Kulturen, würde ich sonst im Weltladen Produkte aus dem „ekligen“ Ausland kaufen die von „ekligen“ Ausländern hergestellt werden die noch nicht mal so „kultiviert“ leben wie wir? Meine Güte krieg dich mal wieder ein. Aber du weisst das natürlich sowieso viel besser. Ich denke man kann friedlich miteinander leben wenn man ohne Vorurteile aufeinander zugeht und ich denke, ich tue das eher als so manch anderer Bayer, der ja nicht mal Einheimische aus anderen Bundesländern als „Deutsche“ sieht. Woher dein Hass oder Unvermögen uns zu verstehen kommt kann ich wirklich nicht nachvollziehen.

    Benni

    November 19, 2006 at 14:11

  16. Hey Hannes,

    Wo liest du aus unserem Artikel irgendwas über Fremdenfeindlichkeit? Wir haben beschrieben, was uns alles passiert ist und wie wir das aufgefasst haben. Leider ist Tunesien kein besonders fortgeschrittenes Land. Das hat nichts mit Ausländerfeindlichkeit zu tun, es ist einfach eine Tatsache.

    Keine Ahnung was für ein Problem du hast, ich kenn dich nicht, aber wieso kümmerst du dich nicht einfach um dein Zeug und bleibst unserer Seite fern wenn du dich an unseren Berichten störst, ob sie dir jetzt zu exhibitionistisch oder fremdenfeindlich sind.

    Karin

    November 19, 2006 at 16:35

  17. Tut mir leid, aber ich hab nichts von ausländerfeindlich geschrieben, sondern xenophob, das heißt für mich nicht fremdenfeindlich, auch wenn – wie ich gerade gesehen habe – wikipedia das angibt, sondern ich meinte damit eher ein Gefühl von Fremdenfurcht, was es ja auch wörtlich übersetzt heißt. Bitte glaubt mir das und für mich ist das auch ein Unterschied.
    Ich möchte ich auch entschuldigen, denn wie ihr vielleicht an der Uhrzeit erraten könnt, war ich nicht mehr ganz nüchtern. Ich sollte das dann besser lassen. Ich bleib trotzdem dabei, dass mich so manches an dem Bericht stört, aber das ist eure Sache. Da habt ihr recht.
    Benni, ich hab nichts grundsätzlich gegen dich und ich hab auch kein Hass gegenüber dir, wenn das dein Eindruck ist, tut mir das auch leid. Wir sind nur einfach oft anderer Meinung. Das ich nicht gut diskutieren kann ist meine Schuld und dafür möchte ich mich auch entschuldigen und ich werde das in Zukunft auch lassen. Wie gesagt es tut mir leid und ich hoffe ihr beiden akzeptiert meine Entschuldigung. Was mich an dem Bericht stört könnte ich euch gerne sagen, aber ich glaub es ist besser wir lassen das, denn wie zuvor betont ich hab hier nichts verloren und lass euch am besten in Ruhe

    hannes

    November 20, 2006 at 00:39

  18. Ich denke ich akzeptiere deine Entschuldigung, das mit der Zeit hab ich mir schon gedacht aber das machts eigentlich ja auch nicht besser 🙂
    Wie soll man denn auf andere Leute zugehen, wenn die einem schon ganz klar deutlich machen, dass sie Touristen nicht mögen, das hat ja jetzt nichts speziell mit uns zu tun, sondern mit der Situation dort allgemein. All inclusive Hotels ziehen den einheimischen Restaurants die Besucher ab, es gibt alles im Hotel, wo soll man da als Tourist schon noch hin. Das andere Problem ist auch, dass alle Bars und Restaurants in unserem Urlaubsort immer 100% voll mit Einheimischen waren und man sich eigentlich gar nicht reingetraut hat, klar das ist ein Fehler, aber du musst doch zugeben, dass sowas niemanden besonders leicht fällt.

    Ich würde mich freuen, wenn du hier bleibst, wir aber auf einem besseren Niveau diskutieren könnten! 🙂

    Benni

    November 20, 2006 at 07:35

  19. Würde auch gern mit dir drüber reden, wenn mir was unterstellt wird möchte ich bitte die Möglichkeit bekommen, mich dagegen zu wehren. Also wäre nett wenn du erläutern würdest, welche Sätze/Abschnitte genau dich an unserem Bericht gestört haben. Jetzt hast du damit angefangen, jetzt musst du es auch zu Ende bringen 🙂

    Karin

    November 20, 2006 at 14:47


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