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RIAA Chef hält Verhalten von Sony BMG für verständlich

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Cary Sherman, Präsident der Recording Industry Association of America (RIAA), steht als bisher einziger auf der Seite von Sony im ewigen Streit um den Kopierschutzmechanismus XCP.

Sherman lobte nun laut des studentischen Pressedienstes Collegiate Presswire in einem Chat mit Nachwuchsjournalisten Sony für sein konsequentes Verhalten, nachdem bekannt wurde, dass der Kopierschutz ein Sicherheitsrisiko darstellen würde, wovon man im Voraus nichts ahnte. Der Konzern entschuldigte sich und stellte die Produktion der entsprechenden Produkte ein – ein solches Verhalten sei laut Sherman nicht von jedem Unternehmen zu erwarten, wenn es in eine solche Situation geraten würde.

Wenn ein Unternehmen illegalen Machenschaften nachgeht und diese einstellt nachdem sie aufgeflogen sind ist das also löblich. Ich glaube ernsthaft, dass der gute Mann an einem extrem schweren Fall von Realitätsverlust leidet.

Des Weiteren ließ er verlauten, dass der Kopierschutz an und für sich nichts ungewöhnliches sei, schließlich könne man auch nicht so einfach eine Kopie von Windows oder einer anderen beliebigen kommerziellen Software erstellen. Auf die Aussage, dass technische Schutzmaßnahmen bislang nie ein Hindernis von Dauer für die Kopierer gewesen sind, antwortete er, dass sie dennoch als Abschreckung beibehalten werden müssten.

Was ein normaler Kopierschutz mit der Software zu tun hat, die auf den Sony BMG Cds zu finden ist, frage ich mich in diesem Zusammenhang ernsthaft. Es sei also nichts ungewöhnliches, wenn Kunden ohne gefragt zu werden Software auf ihren PC installiert bekommen die Sicherheitslücken erzeugt und den PC überwacht. Und er soll mir bitte eine Windows CD zeigen, die ich nicht mit einer handelsüblichen Version von Nero kopieren kann. Selbst Slipstream CDs lässt Microsoft zu. Auch glaube ich, dass nahezu jede andere kommerzielle Software genauso einfach zu kopieren ist, ohne dabei gleich etwas illegales zu tun.

Dass ein Verbrecher kaum andere Vebrecher belastet sei mal am Rande erwähnt, ohne direkten Bezug zu Herrn Sherman herstellen zu wollen. Aber anscheinend sind Copyright Verletzungen solange in Ordnung und sogar verständlich, solange es nicht um die eigenen geht…

Quellen:
heise.de
computerbase.de

Written by benniswelt

November 22, 2005 um 14:01

Veröffentlicht in Main

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