Bennis Welt

Pirat, Physiker, Free Software Nerd

Archive for Mai 18th, 2012

ZDF Dokumentation: “Wer sind die Piraten? Und was genau macht sie so erfolgreich?”

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Netter 29-minütiger Beitrag des ZDF über die Piraten:

http://www.zdf.de/ZDFmediathek#/beitrag/video/1643742/ZDFzoom%3a-Der-Piraten-Hype

Bundesverband freier Journalistinnen und Journalisten beteiligt sich nicht an “Wir sind die Urheber”

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Über die Aktion “Wir sind die Urheber” ist schon genug geschrieben worden, so dass ich da nicht darauf eingehen werde, warum ich diese Aktion für heuchlerisch und der Sache nicht dienlich halte, aber gerade habe ich einen Blogeintrag des Bundesverband freier Journalistinnen und Journalisten gelesen, in dem es recht deutlich zur Sache geht:

[...]Sehr verwundert hat uns aber ein Satz in dem Appell, der dazu im Widerspruch steht. “Der [...] behauptete Interessensgegensatz zwischen Urhebern und Verwerten entwirft ein abwegiges Bild unserer Arbeitsrealität” steht in der Mitte des Textes.

Wirklich?

Nun mag das für diejenigen stimmen, die den Aufruf initiiert und zuerst unterschrieben haben – es sind Literaturagenten und Buchautoren, und soweit wir wissen, herrschen in der Buchbranche zumindest zum Teil tatsächlich noch andere Sitten als in den Medien.

Doch die Arbeitsrealität freier Journalisten sieht anders aus. Wir hören jeden Tag von neuen Buyout-Verträgen, die Freie von Verlagen vorgelegt bekommen und mit denen sie gezwungen werden, sämtliche Rechte an ihren Stücken abzutreten. Sogar an Dritte werden die Artikel weiterverkauft, ohne dass Freie noch einmal Geld sehen oder auch nur informiert werden. Und die Honorare stagnieren oder sinken bei alledem seit Jahren. (Hier gibt es einen aktuellen Bericht über die Umsonst-Mentalität deutscher Fachzeitschriften-Verlage.)

Nach unserer Wahrnehmung haben freie Autoren (für Fotografen mag das anders aussehen) gerade ziemlich selten das Problem, von gierigen Nutzern “entrechtet” zu werden. Für ihre wiederholte “Entrechtung” dagegen sorgen die Verlage.

Es gibt also unserer Ansicht nach sehr wohl einen Interessengegensatz zwischen Verlagen und freien Journalisten, und wir halten es für gefährlich, den in der aufgeheizten Debatte um das Urheberrecht zu überdecken. Denn in den vergangenen Jahren ist es den Verwertern (= Verlage, Plattenfirmen etc.) immer wieder gelungen, das Urheberrecht in ihrem Sinne zu verändern, während die eigentlichen Urheber, die Freien, in die Röhre schauten.

Wenn wir also so tun, als gebe es keinen Interessensgegensatz zwischen Autoren und Verwertern, schwächen wir die ohnehin schon schwache Position der eigentlichen Urheber.[...]

Die längst überfällige Debatte wird durch solche hirnlosen Kettenbriefen nicht befördert sondern behindert und ich freue mich, dass viele Urheberinnen und Urheber noch bei Verstand sind und sich nicht vor den Karren anderer Interessen spannen lassen. Ich hoffe wir werden bald zu einer wirklichen Diskussion finden können, einen Anfang hat die irights.info-Diskussionsrunde zum Thema Urheberrecht bereits gemacht.

Neue Studie: Illegale Downloads erhöhen Einnahmen der Musikindustrie

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Nach bereits mehreren Studien in diese Richtung, eine der letzten war die kino.to-Studie, nach der die kino.to-Nutzer überdurchschnittlich oft ins Kino gehen, gibt es nun eine ganz frische, die erneut belegt, dass illegale Bittorrent-Downloads den Verkauf von Musik ankurbeln und eher als Promotion verstanden werden müssen, als als Schaden, wie es die Musikindustrie immer vorhält, ohne dafür Belege liefern zu können.

A new academic paper by a researcher from the North Carolina State University has examined the link between BitTorrent downloads and music album sales. Contrary to what’s often claimed by the major record labels, the paper concludes that there is absolutely no evidence that unauthorized downloads negatively impact sales. Instead, the research finds that more piracy directly leads to more album sales.

Die neue Studie ist ein weiterer Beweis dafür, dass Tauschbörsen nicht den negativen Effekt haben, den viele Menschen immer wieder beschwören. Anhand dieser sich mehrenden wissenschaftlichen Fakten sollte man nun unter diesen Gesichtspunkten über den Umgang mit Tauschbörsen und dem damit verbundenen Abmahnwahn nachdenken. Anstatt neue Vertriebswege zu verteufeln und offensichtlich die zahlenden Kunden zu vergraulen, sollte sich die Musikindustrie endlich auf ihre alten Werte besinnen und sich damit beschäftigen, qualitativ hochwertige Unterhaltung zu erstellen und nicht nur massentauglichen Werfwerf-Einwegmist produzieren.

[Update 21.5.]
Hier noch eine Broschüre aus 2010, die mit offiziellen Zahlen der Musikindustrie gegen den angeblichen negativen Effekt der illegalen Downloads argumentiert. Zu finden hier: http://www.openmusiccontest.org/promotion/mythos_raubkopie.pdf

[Update 2 22.5.] Eine Schweizer Studie, die sich mit dem selben Thema beschäftigt hat: http://www.e-book-news.de/schweiz-pro-internet-freiheit-musik-und-filmdownloads-bleiben-straffrei/

Written by benniswelt

Mai 18, 2012 at 16:33

Eben Moglen – Freedom in the cloud

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Ein toller Vortrag von Eben Moglen zum Thema Freiheit in der Cloud. Ich kann alle anderen Vorträge von ihm nur wärmstens empfehlen. Seine Vorträge zur FreedomBox sind auch sehr sehr interessant!

Das Internet sorgt für mehr Künstler

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Wer mal ein paar Fakten zur Entwicklung der Künstlergilde haben will, anstatt sich nur ständig von irgendwelchen Altkünstlern vollheulen zu lassen, sei auf den Artikel auf indiskretionehrensache.de verwiesen, der die Mythen vom Sterben der Künstler widerlegt:

http://www.indiskretionehrensache.de/2012/05/urheberrecht-internet/

Written by benniswelt

Mai 18, 2012 at 09:47

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