Archiv für September 2011
Gnome 3.2 veröffentlicht
Heute wurde Gnome Version 3.2 veröffentlicht und bringt viele Änderungen und Verbesserungen gegenüber Version 3.0 mit. Ich finde es größtenteils sehr gelungen, hier und da kann man noch ein paar Dinge besser machen, aber der Weg ist definitiv der Richtige! Danke an das Gnome Team!
Was kümmert die Union das Bundesverfassungsgericht und die Wähler
Durch die Hintertür, verfassungswidrig, mehrere Worte spukten mir durch den Kopf, als ich den Heise Artikel dazu gelesen habe. Wie kann es denn sein, dass eine demokratische Partei, so am Wähler vorbei regiert und zudem eines der wichtigsten Gerichte in Deutschland, das Bundesverfassungsgericht, ungestraft ignorieren darf?
Einen Kommentar aus dem Forum möchte ich zitieren, den ich so unterschreiben kann:
Ich wünschte sie würden genauso viel Energie in Ausbildungsföderung, Konjunkturföderung, Arbeitsmarktföderung und ähnliches investieren.
Es wäre ne schöne Abwechslung, wenn da mal stehen würde, dass jemand mit soviel Mühe versucht den Lehreretat zu erhöhen oder ähnliches.
Anstatt dass die CDU ständig Politik für Großunternehmen, Lobbyvereine und gegen den Bürger machen würde, könnte sie auch mal wirklich konservative Themen in Angriff nehmen, aber mit christlichen Werten wie den Erhalt der Schöpfung und Nächstenliebe, hat es eine Partei mit C im Namen wohl nicht so. Aber auch hier wieder, ein herzliches Dankeschön im Namen der Piraten, denn wer weiter intransparente Politik gegen den Bürger macht, hilft uns nur.
Linksammlung zum Thema Facebook
http://cluetrainpr.de/index.php/facebook-ii-the-empirie-strikes-back/
http://netzpolitik.org/2011/das-neue-facebook-nix-wie-raus-hier/
http://www.zeit.de/digital/datenschutz/2011-09/facebook-daten-herausgabe/komplettansicht
http://www.freitag.de/community/blogs/andreas-kemper/facebook—die-zivilgesellschaft-ist-gefragt
Gericht sieht Anonymität im Internet durch Grundgesetz geschützt
Dieser Beitrag sollte eigentlich schon gestern erscheinen, bitte verzeiht mir diese Nachlässigkeit
Das Oberlandesgericht Hamm hat das Recht auf Anonymität im Internet gestärkt. Konkret ging es um einen Arzt, der sich beleidigt gefühlt hat und deswegen die Identität des anderen erfahren wollte. Diese Anfrage hat das Gericht nicht zugelassen.
Das Gericht sieht die anonymen Äußerungen durch das Grundgesetz geschützt.
Auch die Abwägung zwischen dem Recht auf Kommunikationsfreiheit des Kritikers und dem Recht auf informationelle Selbstbestimmung des Arztes “führt im vorliegenden Fall zu dem Ergebnis, dass dem Recht der Kommunikationsfreiheit der Vorrang zu gewähren ist.”
Zudem bestätigt das Gericht die Vermutung, dass ein Ende der Anonymität zu Selbstzensur führen würde, was in einer Demokratie logischerweise nicht erstrebenswert ist.
Eine Abkehr von der Anonymität, also “[die] Verpflichtung, sich namentlich zu einer bestimmten Meinung zu bekennen, würde allgemein die Gefahr begründen, dass der Einzelne aus Furcht vor Repressalien oder sonstigen negativen Auswirkungen sich dahingehend entscheidet, seine Meinung nicht zu äußern.”
Wenn das jetzt noch wer den ganzen Post-Privacy-Leuten in der CDU verklickern würde, dann wäre der Tag gerettet. Kauders Two-Strike-Regelung muss dann wohl auch wieder ein Gericht zerschmettern, ich sehe es schon kommen.
Quelle:
Golem.de
Pfefferspray Cop identifiziert
Der Polizist, der wahllos mit Pfefferspray auf junge Frauen gesprüht hat, wurde von einem Photojournalisten identifiziert.
http://davidscameracraft.blogspot.com/2011/09/occupy-wall-street-march-violence.html
Nathan Schneider gibt auf waging nonviolence einen Überblick über Medienberichte und die Polizeigewalt:
http://wagingnonviolence.org/2011/09/occupywallstreet-bleeds-and-leads/
Zudem gibt es einen interessanten Artikel im Guardian, der die Ereignisse ein wenig zusammenfasst:
http://www.guardian.co.uk/commentisfree/cifamerica/2011/sep/25/occupy-wall-street-protest?fb=optOut
Polizeigewalt bei der Wall Street Besetzung
Kein Tag vergeht, an dem man nicht von grundloser Gewalt der Polizei gegen friedliche Demonstranten hört. Heute auch wieder. Gewaltlose Frauen werden einfach grundlos mit Pfefferspray besprüht, aber seht selbst:
Hier auch, absolut überzogenes Verhalten der Polizei
Mehr Infos hier:
https://occupywallst.org/
Two Strikes oder wie die Union den Piraten zuspielt
Statt endlich ein modernes Urheberrecht zu schaffen, welches das völlig veraltete und ineffiziente Gesetz der modernen Zeit anpassen würde, gibt sich die CDU, hier in diesem Fall in Form von Herrn Kauder, als Verteidiger der Dinosaurier. Anstatt, dass man endlich Jugendliche entkriminalisiert, die Remix Kultur unterstützt und dabei dennoch nicht die kommerziellen Belange tangiert, gibt sich Kauder als Steinzeitmensch.
Und zwar hat er für in acht Wochen einen eigenen Gesetzentwurf für die Einführung eines 2-Strikes-Warnsystems versprochen, um die Rechtsverfolgung von Urheberrechtsverletzungen weiter zu privatisieren und Provider zu Hilfspolizisten zu machen.
Das tun einem gleich mehrere Körperteile weh und man weiß gar nicht, welches man zuerst gegen die Wand schlagen soll. Aber bitte Herr Kauder, machen Sie weiter, wir Piraten sind Ihnen dafür sehr dankbar, denn es zeigt, dass die CDU modernen Themen einfach immer noch nicht gewachsen ist, da nutzt auch keine Frau Bär was, wenn der Rest der Partei unfähig ist, moderne Sachzusammenhänge zu erkennen und die richtigen Schlussfolgerungen zu treffen.
Anstatt an alten, nicht tragbaren Geschäftsmodellen festzuhalten, sollte die Medienbranche innovative Ideen schaffen, die es ermöglichen, dem Kunden das zu geben, was er sich momentan andersweitig besorgt, weil es einfacher ist. Den Kunden wegen eigener Unfähigkeit zu kriminalisieren ist das dümmste was man machen kann, denn wer die Hand beißt, die ihn füttert, muss schon sehr mutig sein, oder einfach nur dumm. Aber offenbar erhält man mit dieser Dummheit sogar noch Unterstützung der Politik.
Das Schmankerl ist jedoch folgender Ausschnitt
Für Besorgnis sorgte indes der Erfolg der Piratenpartei bei den Berliner Senatswahlen. “Ich sehe die Gefahr, dass sich die anderen Parteien an die Piraten und ihre Sicht der Dinge anbiedern”, äußerte Gerald Mertens von der Deutschen Orchestervereinigung seine Bedenken. “Die Forderung der Piratenpartei nach einem freien Netz katapultiert die Inhalteproduzenten hinter den Stand der französischen Revolution zurück”, erklärte Tilo Gerlach, der die Geschäfte der GVL gemeinsam mit Guido Evers leitet.
Dazu gibt es echt nichts mehr zu sagen, außer: (m
Buchempfehlungen dazu habe ich auch gleich noch für den interessierten Leser:
Lawrence Lessig – Free Culture
Lawrence Lessig – Remix
Quelle:
Netzpolitik
Digitale Gesellschaft
CDU gegen Anonymität im Internet
Ich sage Danke im Namen aller Piraten
Macht weiter so und die Piraten ziehen mit zweistelligen Prozentwerten in den Bundestag ein. Ein paar Zitate will ich aber meinen Lesern nicht vorenthalten:
Von
Die Gestaltung unserer Zukunft kann nicht einigen wenigen Meinungsmachern oder selbsternannten Netzaktivisten überlassen werden.
über den Klassiker
Das Internet ist kein rechtsfreier Raum
und
Eine anonyme Teilhabe am politischen Meinungs- und Willensbildungsprozess ist abzulehnen
ist alles dabei. Ich empfehle der Union mal Paragraphen §13 Satz 6, aus dem Telemediengesetz zu lernen:
Der Diensteanbieter hat die Nutzung von Telemedien und ihre Bezahlung anonym oder unter Pseudonym zu ermöglichen, soweit dies technisch möglich und zumutbar ist. Der Nutzer ist über diese Möglichkeit zu informieren
*Kopfschüttel*
Quelle:
Netzpolitik.de
Der beste Kommentar dort von Autolykos:
Die CDU scheint ja unter “geheimen Wahlen” zu verstehen, daß man beim Wählen nicht weiß, was die Volksvertreter dann machen werden
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Das proprietäre Netz im Netz
Mit den Neuerungen die Facebook auf seiner Entwicklerkonferenz vorgestellt hat, wird das soziale Netzwerk nun zu einem proprietären Bastard des Internets. Man kann nun alles in seiner kleinen Welt machen, sein ganzes Leben auf Facebook zur Schau stellen, inklusive der neuen Timeline Funktion, so dass man auch wirklich nichts verpasst. Aber Interaktion mit Leuten außerhalb ist nicht möglich.
Soziale Netzwerke als Kontaktverwaltung sind ja gut und recht, aber was da gerade passiert erinnert schon ein wenig an die totale Überwachung. Und die Leute machen freiwillig mit, traurig!
Wer seinen Account dauerhaft löschen will, statt ihn nur zu deaktivieren, muss hier klicken:
https://ssl.facebook.com/help/contact.php?show_form=delete_account
Wer meinen ausführlichen Artikel zu sozialen Netzwerken noch nicht gelesen haben sollte, kann das hier tun.







